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Oschatz Historisches Dokument aus Oschatzer Stadtarchiv nachgedruckt
Region Oschatz Historisches Dokument aus Oschatzer Stadtarchiv nachgedruckt
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17:14 28.03.2014
Oschatz

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Zusammen mit dem Pfarrer Christof Jochem hat Stadtarchivar Marcus Büttler den historischen Hintergrund des Lutherbriefes zusammengetragen und das von Martin Luther und Phillip Melanchthon gemeinsam unterzeichnete Schriftstück aus dem Jahr 1539 aus dem Altdeutschen "übersetzt".

Das Original ist sicher im Rathaus verwahrt. Luther setzt sich in dem Brief dafür ein, dass Johann Buchner zum Oschatzer Superintendenten berufen wird. Diese Forderung hing mit der Neubesetzung von klerikalen Stellen im Zuge der Reformation zusammen. Der Oschatzer Rat lehnte zunächst die Berufung Buchners ab, ließ sich aber durch die Fürsprache Luthers schließlich umstimmen. Eine Entscheidung, die gut für die damals etwa 2500 Einwohner der Stadt war. Denn als Oschatzer Superintendent bewirkte Buchner, dass die Steuern (Kontributionen) für die Einwohner deutlich herabgesetzt wurden. "So ist dieser Brief von großer historischer Bedeutung und zeigt, dass das Weltereignis Reformation auch in Oschatz seine Spuren hinterlassen hat", ordnet Stadtarchivar Büttler das Dokument ein.

Bei der Gestaltung des Nachdruckes hat sich Archivar Büttler an den Oschatzer Sachsenspiegel angelehnt, der bereits in den 90er Jahren als Nachdruck herausgegeben wurde. Dieses Dokument der mittelalterlichen Rechtssprechung ist neben dem Lutherbrief das zweite wertvolle Schriftstück im Besitz der Stadt Oschatz.

Und wie wertvoll ist nun der Lutherbrief tatsächlich? Diese Frage kann Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) nur vage beantworten. Denn: "Es ist nicht vorgesehen, mit dem Verkauf des Lutherbriefes unseren Haushalt auszugleichen." Im Haushalt für dieses Jahr fehlen rund 1,3 Millionen Euro.

Frank Hörügel

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