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Oschatz Hochwasserschäden in Cavertitz fast komplett beseitigt
Region Oschatz Hochwasserschäden in Cavertitz fast komplett beseitigt
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06:00 16.11.2017
Der Ersatzneubau der Dahle-Brücke bei Außig gehörte auch zu den Maßnahmen, die bereits abgeschlossen sind. Quelle: Foto: Dirk Hunger (Archiv)
Cavertitz

Ein paar heftige Regentage haben ausgereicht, um in der Gemeinde Cavertitz schwere Hochwasserschäden anzurichten. Als im Juni 2013 das Wasser über Elbe und Dahle stieg, wurden Straßen, Brücken, Deiche und Ufer beschädigt. Noch immer ist die Kommune mit der Schadensbeseitigung beschäftigt. Ein Ende ist allerdings ins Sicht. Voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2018 werde man mit allen Maßnahmen fertig sein, blickte Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos) zur Ratssitzung in dieser Woche voraus.

2013 versank Außig in den Fluten. Die Beseitigung der Schäden hat Jahre gedauert. Quelle: Dirk Hunger

Das konnte Wolfgang Techritz von der Kommunalentwicklung Mitteldeutschland (KEM) bestätigen. Das Dresdener Unternehmen war für die Projektsteuerung der Schadensbeseitigung vom Gemeinderat beauftragt worden, weil der Verwaltungsaufwand bei den zahlreichen Einzelmaßnahmen so viel größer war als im sonstigen Tagesgeschäft der Kommune. Jetzt stellte er den Räten den aktuellen Stand der Arbeiten vor. „30 Einzelmaßnahmen sind bewilligt worden, von denen bisher 22 komplett abgeschlossen werden konnten“, informierte Wolfgang Techritz. Komplett, das bedeute in diesem Fall, dass nicht nur die Bauarbeiten beendet sind und eine Abnahme erfolgt ist, sondern dass auch der Verwendungsnachweis der Fördergelder geprüft und bestätigt wurde.

Für die verbleibenden acht Maßnahmen ist ebenfalls bereits ein Ende abzusehen. Hier sind zum Teil Pflanzpflegemaßnahmen noch offen, Schlussrechnungen abzuwarten und die Verwendungsnachweise zu prüfen, so Techritz. Grundsätzlich sei der Aufwand, um Hochwasserschäden zu beseitigen, sehr hoch. Neben der eigentlichen Bauausführung brauchten Planung, Genehmigung oder naturschutzfachliche Abstimmung Zeit.

Nach dem Hochwasser 2013 hatten Kommune und Anwohner bis zuletzt damit zu tun, die entstandenen Schäden zu beseitigen. Quelle: Dirk Hunger

Wie umfangreich das sein kann, stellte Wolfgang Techritz an ausgewählten Beispielen vor. So habe zum Beispiel der Pumphausweg bei Außig erneuert werden müssen. Neben einer 1,4 Kilometer langen Asphaltdecke mussten auch die Seitenstreifen angelegt, 42 Bäume und 113 Sträucher gepflanzt werden. Zur Bachinstandsetzung der Tauschke etwa gehörte das Reinigungen von 1000 Meter Verrohrung, außerdem mussten Schachtköpfe erneuert, der Bachlauf auf 1250 Metern entkrautet und 80 Meter des Flüsschens offen gelegt werden.

Weil es bis zum kompletten Abschluss aller Arbeiten noch dauert, haben die Cavertitzer Gemeinderäte per Beschluss auch den Vertrag mit der Kommunalentwicklung Mitteldeutschland angepasst. Das Unternehmen wird die Kommune nicht nur bis zum März, sondern bis Ende Juni 2018 betreuen. Finanzielle Auswirkungen habe das nicht, erklärte Bürgermeisterin Christiane Gürth: Für 2018 waren rund 4900 Euro vereinbart, die nun nicht auf drei, sondern auf sechs Monatsraten aufgeteilt werden.

Von Jana Brechlin

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