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Oschatz Hoffnung auf Schutz für Lampersdorf
Region Oschatz Hoffnung auf Schutz für Lampersdorf
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15:30 07.10.2014

Für die Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 erhält die Gemeinde Wermsdorf Fördermittel. Über 390 000 Euro sollen zunächst investiert werden. Die Pläne dazu stellte Udo Krause, freier Mitarbeiter für das Ingenieurbüro IBZ Riesa, am Montag in Lampersdorf den Anwohnern vor. Mit drei Maßnahmen, so der Vorschlag des Planers, soll in Zukunft zumindest ein Teil des Wassers bewältigt werden. Eine davon ist die Erneuerung des Wirtschaftsweges am Hungerberg. Auf 470 Meter Länge wird der Weg mit Verbundpflaster und Rasengittersteinen befestigt. Zudem soll es neu angelegte Bankette und profilierte Gräben links und rechts geben.

Außerdem soll ab dem Frühjahr die Dorfbachverrohrung bis zum Graben an der Oschatzer Straße erneuert werden. Vorgeschlagen wird, auf der alten Trasse einheitlich große Rohre zu verlegen. Hat die Leitung jetzt lediglich einen Durchmesser von 50 oder gar 40 Zentimetern, sollen dann einheitlich 60 Zentimeter die Durchflussgeschwindigkeit erhöhen.

Was noch einmal deutlich mehr Wasser vom Ort fernhalten könnte, wofür es aber noch keine Finanzierung gibt, ist ein Wall - ein Stück weit quer hinter der Bebauung. Eine Fläche von 32 Hektar, so Udo Krause, könnte damit eingefasst werden. Dafür würde man die natürliche Geländegestaltung, die an dieser Stelle wie ein Becken rechts und links abfällt, nutzen. "Die Verwallung dämpft die Spitze, hält das Wasser zurück und leitet es dann in die Verrohrung." Dafür, so Bürgermeister Matthias Müller (CDU), fehle noch die Abstimmung mit den Eigentümern. Man sei erst am Anfang der Planung und werde als nächstes die Anträge dafür stellen.

Es gebe immer häufiger Starkregen, der dann oft auch nur einzelne Flächen betreffe, so Planer Udo Krause: "Hier kommt viel herunter und in Oschatz mitunter gar nichts", so die Beobachtungen. Einen kompletten Schutz gebe es nicht, betonte er. "Wir können nur reagieren und versuchen mit mehreren Maßnahmen zusammen eine Verbesserung zu schaffen", sagte Matthias Müller.

Wichtig sei, dass auch Eigentümer und Landwirte mit einbezogen werden. In Lampersdorf sei man dabei auf einem guten Weg, versicherte Bauamtsleiter Thomas Keller. Mit der Agrargenossenschaft sei bereits abgestimmt, dass ein Streifen am Feldrand vor der Ortslage künftig nicht mehr bestellt wird. Dieser könne künftig bei Starkregen ebenfalls Wasser und Sedimente zurückhalten.

Jana Brechlin

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