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Horror auf der Oschatzer Neumarkt-Treppe

Horror auf der Oschatzer Neumarkt-Treppe

Der Oschatzer Neumarkt wird im kommenden Jahr wahrscheinlich auf der großen Kinoleinwand zu sehen sein. Darum bemüht sich derzeit Benjamin Leuteritz. Der junge Mann mit Oschatzer Wurzeln und Faible für den Film steckt mitten in der Produktion seines ersten eigenen Langspielfilms.

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Oschatz. Von CHRISTIAN KUNZE

 

"Seed III", so der Arbeitstitel, ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn es handelt sich dabei um die Fortsetzung eines Horrorfilms von Uwe Boll. Handlung: Serienmörder Max Seed kommt aus dem Gefängnis. Draußen erwarten ihn vier Frauen, die Hinterbliebenen seiner früheren Opfer. Sie sinnen auf Rache.

 

Neben dem Oschatzer Marktplatz und dem Parkplatz am Platschbad ist ein Keller im Liebschützberger Ortsteil Borna Drehort - Plätze, die Leuteritz aus Verbundenheit zu seiner Heimat ausgesucht hat. In Borna wird es demnächst weitere Drehtage geben, denn Szenen mit einem Jungdarsteller, der nur begrenzt am Set einsetzbar ist, müssen nachgedreht werden, so der 26-Jährige.

 

Am Zeitplan für die Veröffentlichung von "Seed III" rüttelt der Regisseur nicht. "Ich hoffe, dass wir den Dreh bis Jahresende abschließen können. Dann geht es in die Postproduktion. Wenn alles glatt läuft, kommt der fertige Film im Herbst 2016 in die Kinos." Dafür sind noch nicht alle Voraussetzungen erfüllt, denn um eine Förderung vom DFFF (Deutscher Filmförderfonds) zu erhalten, müssen 38 Kinos in der gesamten Bundesrepublik bereit sein, den Film zu zeigen. "Da gibt es hin und wieder Probleme, denn Uwe Boll und seine Filme sind für den ein oder anderen Betreiber ein rotes Tuch", weiß Leuteritz. Erfolgreich angeklopft hat er bereits bei den Inhabern der Filmtheater in Riesa und Grimma.

 

Die Produktionskosten schätzt der Jungregisseur auf eine Millionen Euro. Siebzig Prozent des späteren Erlöses gehen an Uwe Boll, den Urheber der Figur Max Seed. "Das ist aber auch gerechtfertigt, immerhin hat er mir einen Teil der Crew vermittelt - und der Vertrieb läuft komplett über ihn."

 

An prominenter Unterstützung wird es dem jungen Produzenten nicht fehlen. Das lockt auch Nicht-Horro-Fans. In Rücksprache mit dem Management der Schauspielerin Martina Hill (bekannt aus "Switch", "Knallerfrauen", "Heute-Show") wird diese eine kleine Rolle übernehmen. Ebenso konnte Leuteritz den Sänger Adel Tawil gewinnen. Und schon der Trailer zum Film bringt eine Stück Hollywood-Flair: Sprecher ist kein geringerer als Frank Glaubrecht, die deutsche Synchronstimme von Pierce Brosnan, Kevin Costner und auch von Al Pacino.

Christian Kunze

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