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Oschatz Huckelpiste Ortsumgehung Mügeln: Baufirma musste noch mal ran
Region Oschatz Huckelpiste Ortsumgehung Mügeln: Baufirma musste noch mal ran
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00:35 02.07.2015
An der neuen Umgehungsstraße in Mügeln muss schon wieder nachgebessert werden. Quelle: Dirk Hunger
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Die Oschatzer Allgemeine sprach darüber mit Isabell Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Dresden.

Frage: Woran liegt es, dass die Fahrbahn insbesondere an Brücken so huckelig ist?

Brücken haben aufgrund ihres hohen Eigengewichtes eine wesentlich steifere Gründung als der Erddamm der Straße, damit bei der Brücke keine Setzung auftritt. Dies führt bei Straßen in Dammlage oftmals zu Setzungsmulden vor und nach Bauwerken. Größere Setzungen im Bereich des Haselbaches wurden im Mai diesen Jahres beseitigt.

Im Mai wurden auch weitere Fahrbahnbereiche im Bereich Schweta abgefräst und mit neuem Bitumen versehen. Sind das jetzt neue Schäden oder wurden sie damals übersehen?

Die durchgeführte Deckensanierung war eine Mangelbeseitigung auf Kosten des Bauunternehmens. Die kurzwelligen Unebenheiten wurden nicht übersehen. Strittig war zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vielmehr, wer in welchem Umfang für die Beseitigung verantwortlich und welches Verfahren dafür geeignet ist.

Woran liegt es, dass es bei einer neu gebauten Straße solche Unebenheiten gibt?

Das passiert beim Asphalteinbau. Verantwortlich ist das Unternehmen.

Kennt Ihre Behörde die Kritiken zur Qualität der Straße?

Das Landesamt ist mit Qualitätsproblemen der Bauunternehmen und dem Umgang damit vertraut. Trotz intensiver Bauüberwachung sind Qualitätsmängel nie ganz auszuschließen. Es handelt sich dabei nicht um Nacharbeiten, sondern um Mangelbeseitigung.

Wie hoch sind die Kosten - und wer bezahlt das?

Dem Steuerzahler entstehen für die Herstellung eines ordnungsgemäßen Straßenzustandes keine Kosten. Die dem Bauunternehmen entstandenen Mangelbeseitigungskosten sind dem Landesamt nicht bekannt. Für die Instandsetzungsarbeiten im Bereich der Brücken rechnen wir mit Kosten von rund 10 000 Euro, die infolge des grundsätzlich beim Bauherrn verbleibenden Baugrundrisikos der Freistaat trägt.

Also kein Verschulden der Baufirma?

Die Unternehmerleistungen waren laut erfolgter Prüfung dafür nicht ursächlich.

Geht es nun mit Instandsetzungsarbeiten weiter und müssen sich Kraftfahrer erneut auf Verkehrseinschränkungen einstellen?

Die in Stand gesetzten Bereich müssen noch markiert werden, was nur mit vorübergehenden Verkehrseinschränkungen möglich ist. Die Bauleistungen an der Ortsumgehung sind damit dann aber vollständig abgenommen, so dass weitere Instandsetzungsarbeiten nicht vorgesehen sind.

Sind die geplanten Begrünungsarbeiten entlang der Straße nun abgeschlossen oder sind weitere Maßnahmen geplant?

Die Bepflanzungsarbeiten an der Ortsumgehung sind abgeschlossen. Es laufen Pflegeleistungen und die Wässerung der Gehölze im Rahmen der Fertigstellungspflege.Interview: Heinz Großnick

Großnick, Heinz

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