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Oschatz Hunde-Attacke im Oschatz-Park - Opfer liegt im Krankenhaus
Region Oschatz Hunde-Attacke im Oschatz-Park - Opfer liegt im Krankenhaus
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00:41 24.07.2015
Pierre Runge in der Klinik, wo die Wunden versorgt werden mussten. Quelle: privat
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"Passiert ist das vor ein paar Tagen im Oschatz-Park. Ich bin mit meinem angeleinten vierjährigen Mischlingshund am Rosensee entlang gelaufen und wollte in Richtung Ausgang. Als ich am See war, sah ich zwei Personen, die gebadet haben. Ein anderer Mann, der dazugehörte, saß auf der Bank, und ein Hund war dabei."

Runge und sein Vierbeiner seien schon vorbei gewesen, als der unbekannte Hund hinterher gerannt kam und sich in den Unterarm des jungen Mannes verbiss - in die Hand und zweimal in den Unterarm. "Keiner von den Leuten hat mir geholfen. Ich hatte mit meinem Hund zu tun und dann noch den anderen abwehren", berichtete der junge Mann. Übrigens: Im O-Park gibt es Schilder, dass Hunde an der Leine zu führen sind.

Als ihm wenige Minuten später schlecht geworden sei, habe er erst bemerkt, wie schwer verletzt er war. "Ich bin dann ins 'O' gegangen. Die Mitarbeiter haben gleich den Notdienst und die Polizei gerufen." Aber von dem Trio mit dem Hund sei weit und breit nichts mehr zu sehen gewesen. Weil sich die Wunden infiziert hätten, habe der Arzt den 30-Jährigen in die "Collm Klinik" eingewiesen, weil er operiert werden musste. "Sieben Tage war ich im Krankenhaus. Ich bin noch bis Ende August krank geschrieben." Eigentlich sollte Runge im Sommer am Sprunggelenk operiert werden, "aber das muss jetzt warten".

Im Gespräch mit der OAZ sagte er, dass die Polizei die drei Personen und den Hund gefunden habe. Der Vierbeiner sei Tierarzt Dr. Bernd Richter vorgestellt worden. "Das ist wichtig, denn es musste geprüft werden, ob er Tollwut hat."

Der Oschatzer Revierleiter Jan Müller bestätigte gegenüber der OAZ, dass die drei Personen zwischen 28 und 38 Jahren und der Hund festgestellt werden konnten. "Jetzt wird wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Hundehalter ermittelt", erklärte er. Noch sei aber nicht bekannt, wem das Tier wirklich gehöre. Die drei Personen jedenfalls seien bereits polizeibekannt und müssten mit einer Anklage rechnen.

Was den Leinenzwang betrifft, sagte der Oschatzer Hauptamtsleiter Manfred Schade: "In der Stadt Oschatz gibt es keine spezielle Regelung für das Anleinen von Hunden. Und daher appellieren wir an die Bürger, aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Interessen und Bedenken anderer angemessen zu respektieren. Offene Kommunikation ist dabei ein erster und wichtiger Schritt."

Gabi Liebegall

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