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Hundehasser legt Würste mit Klingen aus

Hundehasser legt Würste mit Klingen aus

Beinahe wäre Onyx Opfer eines Hundehassers geworden. Der schwarzhaarige Labrador-Rüde fraß eine Bratwurst, die an einem Weg in Lonnewitz lag und in der abgebrochene Klingen eines Cutter-Messers versteckt waren.

Lonnewitz.

Das Tier konnte durch eine Notoperation gerettet werden - kein Einzelfall in Sachsen.

 

Als Diana Korn am vergangenen Donnerstag, gegen 8.15 Uhr mit Onyx eine Runde auf dem Plattenweg "Siedlung" in Lonnewitz unterwegs war, stöberte der acht Jahre alte Hund am Wegesrand ein Stück rohe Bratwurst auf und schlang es herunter. Geistesgegenwärtig brach die 35-jährige Hundebesitzerin ein daneben liegendes zweites Stück Bratwurst auf - und fand darin die abgebrochene Klinge eines Cutter-Messers.

 

Diana Korn schaffte ihren Hund in die Tierklinik Panitzsch bei Leipzig. Bei einer Notoperation holten die Tierärzte eine zwei Zentimeter lange Messerklinge aus dem Magen von Onyx. Kosten des Eingriffs: 1500 Euro. Bis gestern hatte sich der Rüde wieder etwas von der Operation erholt. "Es geht ihm gut. Ohne den Eingriff hätte das Tier aber sterben können", sagte gestern der Oschatzer Tierarzt Dr. Bernd Richter bei einer Nachkontrolle des Labrador-Rüden in seiner Praxis. Ähnliche Anschläge auf Hunde habe es im Stadtgebiet Oschatz in jüngster Zeit nicht gegeben, so Richter.

 

Sachsenweit sieht das jedoch anders aus. "So etwas kommt leider immer mal wieder vor. Da werden vergiftete Würste und Fleisch ausgelegt oder Metall-Krampen darin versteckt", sagt Joachim Rockmann, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Sachsen. Seit drei Jahren häuften sich diese Fälle, hat er beobachtet. Zum Beispiel hatten Hundehasser im Leipziger Auwald im vergangenen Jahr Bockwürste mit Rasierklingen und Rattengift in Fleischklößen verteilt. Betroffenen Tierbesitzern rät Rockmann: "Eine Anzeige bei der Polizei ist immer gut."

 

Diana Korn hat bei der Oschatzer Polizei eine Anzeige wegen Tierquälerei aufgegeben. Laut Tierschutzgesetz kann Tierquälerei mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Die 35-Jährige hofft, dass der Lonnewitzer Hundehasser schnell geschnappt und bestraft wird. Nach ihren Informationen war es nicht der erste Anschlag in Lonnewitz. Im Herbst vergangenen Jahres seien schon einmal Wurststücken aufgetaucht, die mit Nägeln und Schrauben bestückt waren. "Wer ein Problem mit uns Hundebesitzern hat, der sollte doch besser das Gespräch suchen", wünscht sie sich.

Frank Hörügel

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