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Oschatz Hunderte Christen beim Kirchentag in Leisnig
Region Oschatz Hunderte Christen beim Kirchentag in Leisnig
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08:00 25.09.2017
Unter der Leitung von Christian Schiel stimmten Mitglieder aus Posaunenchören des Kirchenbezirkes mit ihrem Spiel auf den Tag ein. Quelle: Fotos: Bärbel Schumann
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Leisnig

Hunderte Christen aus allen 39 Kirchgemeinden des Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz feierten gemeinsam mit Gästen in Leisnig Kirchentag anlässlich des Reformationsjubiläums. Der Kirchenbezirk krönte mit dem Tag seine 2010 begonnene „Luther-Reise“, die jedes Jahr bis zum Reformationsjubiläum thematische Schwerpunkte mit Angeboten setzte. Superintendent Arnold Liebers konnte dazu Landesbischof Carsten Rentzing willkommen heißen, der auch die Predigt des Festgottesdienstes in der Stadtkirche St. Matthäi hielt. Der Landesbischof stimmte mit seinen Worten auf das aktuelle Zeitgeschehen ein. Je freier sich Menschen in unserer Gesellschaft fühlten, umso größer würden ihre Sorgen und Ängste werden. Angst und Sorge um die Zukunft verstellten bei vielen den Blick auf die Realität. Doch Christus stehe bereit, um zu helfen, Sicherheit zu geben. „Wir müssen nur bereit sein, ihm die Hand zu geben“, so Rentzing. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von gut 150 Sängern aus Kirchenchören der Ephorie unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Holger Schmidt.

Markt der Möglichkeiten

Nach dem Gottesdienst nutzte der Landesbischof auf dem Markt der Möglichkeiten die Gelegenheit, sich über kirchliche Vereine und Einrichtungen zu informieren, aber auch, um mit Mitgliedern aus den Kirchgemeinden ins Gespräch zu kommen. Zu ihnen gehörten Karin und Jürgen Ochocki aus Mügeln. Als Mitglied des Mügelner Kirchenvorstandes nutzte Karin Ochocki die Gelegenheit, um dem Landesbischof die in ihrem Vorstand bestehenden Bedenken zur geplanten Kirchenstruktureform zu äußern. Einige Schritte weiter hatten die Diakonischen Werke im Kirchenbezirk ihre Stände aufgebaut. Gernot Dörfel, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Torgau-Oschatz und einige Mitarbeiter aus den Beratungsstellen in Oschatz nutzten ebenso die Möglichkeit zum kurzen Gedankenaustausch mit dem Landesbischof und dem Superintendenten. Auf dem Kirchplatz stellten sich auch kirchliche Vereine mit ihren Bildungsangeboten vor. Christiane Gnaudschun, Vorsitzende des Evangelischen Werkschulvereins Naundorf, war hier zu finden.

Start mit Posaunenklängen

Am Morgen hatte der Kirchentag auf dem Leisniger Marktplatz mit Posaunenklängen begonnen. Unter der Leitung von Christian Schiel spielten Mitglieder aus verschiedenen Posaunenchören gemeinsam. Zur gleichen Zeit startete in der Apian-Schule das Konfirmanden- und Jugendtreffen mit einem Jugendgottesdienst in der Aula. Dort war der Andrang so groß, dass die Stühle nicht reichten und die jungen Leute auf dem Fußboden Platz nahmen. Anschließend folgten Workshops zu Glaubens- und Lebensfragen. Ab Mittag waren die Jugendlichen bei einer Stadt-Rallye quer durch Leisnig unterwegs, spielte eine Hiphop-Band und es gab Mit-Mach-Angebote.

Das Stadtgut war fest in Kinderhand. Unter der Leitung von Bezirkskatechetin Cordula Schilke gab es hier Spiel- und Bastelangebote, traf man sich zum Kindergottesdienst genauso wie an einer Kaffeetafel. Gleich am Eingang gern von Mädchen und Jungen genutzt wurde das Spiel rund um die Geschichte des verlorenen Sohnes. Gemeindepädagogin Silvana Elbel-Ochocki hatte das Spiel erdacht und angefertigt. „Ich bin begeistert, wie man Kindern spielerisch christliche Inhalte vermitteln kann“, bemerkte Frank Frey aus Dresden, der zufällig auf den Kirchentag kam.

Viel Lob vom Landesbischof

Kurrendesingen, Führungen zur Reformationsgeschichte, ein Konzert der Kirchenmusiker und des Kammerchores sowie die Bläserserenade mit dem Abschlusssegen setzten abermals Glanzpunkte eines ereignisreichen Tages.

Viel Lob gab es für die Organisatoren vom Landesbischof für das facettenreich und offen gestaltete Fest, weil das in seiner Form Gemeindeleben widerspiegelte und ein Stück gelebte Ökumene verkörperte. „Wir sind mit dem Zuspruch auf unseren Kirchentag sehr zufrieden. Mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet. Ich danke allen, die halfen, den Tag erfolgreich werden zu lassen.“, erklärte Superintendent Arnold Liebers.

Von Bärbel Schumann

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