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"Ich hab's geschafft!"

"Ich hab's geschafft!"

"Ich hab's geschafft!" Dieser Satz ist der schönste Lohn für das Team um Steffi Flux. Die professionellen Helfer begleiten Menschen, die an einer Hirnschädigung leiden, wieder zurück ins Leben.

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Silke Drigalla (l.), Steffi Flux und an der Tafel Gastleserin und selbst Betroffene Traude Loebert aus der Schweiz vom Verein "Denkwerk Hirnverletzung". Weiterbildung und sich gegenseitig ergänzen gehören mit zu den wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Therapie.

Quelle: Sven Bartsch

Wenn die Betroffenen aus der Rehabilitation zurückkehren, ist für sie die medizinische Betreuung weitgehend abgeschlossen, nun bedarf es des täglichen Trainings und der Therapien.

 

Von Gabi Liebegall

 

Diese Personen werden aufgefangen, und zwar von Steffi Flux, ihren sieben Mitarbeitern und dem Therapie-Hund Benedix. Zusammen bilden sie das "Tagestrainingszentrum (TTZ) für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen". Jährlich im März gibt es die Internationale Woche des Gehirns und den Tag der offenen Tür im TTZ Oschatz. Was genau das Team leistet, erfuhr die OAZ bei einem Besuch.

 

Leiterin Steffi Flux ist Soziotherapeutin und Rehabilitationsfachkraft. An ihrer Seite arbeiten eine Sozialtherapeutin, Ergotherapeuten, Heilerziehungspfleger, Berufstrainer, eine Verwaltungsangestellte und Therapie-Hund Benedix. "Wenn die medizinische Betreuung ausgeschöpft ist, dann sind wir die nächste Adresse", so die Leiterin der gemeinnützigen GmbH.

 

Außerdem könne das Team auf externe Partner bauen wie auf Physiotherapeuten und Logopäden sowie rund 100 Betriebe, die die Klienten - so werden betroffene Personen im TTZ genannt - wieder in das Berufsleben aufnehmen und begleiten. Stellvertretend nannte die Chefin das Oschatzer Glasseidenwerk oder die Naumann Elektronik Mügeln. Es gebe aber auch kleinere Ziele, zum Beispiel, dass die Klienten hier lernen, im Alltag besser zurecht zu kommen.

 

"Da Hirnschädigungen in der Folge die verschiedensten Ausfälle nach sich ziehen, wird das Therapie- und Trainingsprogramm individuell zugeschnitten", so Steffi Flux.

 

Die Menschen mit Handycap kämen nicht nur aus Oschatz, sondern auch aus den Regionen Riesa, Torgau oder auch Plauen. Geschädigt sein können Hirnfunktionen wie Gedächtnis, Konzentration, Handlungsplanung. Wie lange die Klienten benötigen, um das vorher erarbeitete Ziel zu erreichen, hängt von ihren Schädigungen ab. "Es kommt darauf an, ob es kleine Ziele sind, die erreicht werden sollen oder große wie die Wiedereingliederung ins Berufsleben. Manche schaffen es in drei Monaten, andere in zwei Jahren", beschreibt die Therapeutin. Und wie verkraften sie und die Mitarbeiter das? "Ich leide nicht, ich fühle mit. Anders geht es nicht. Ich muss mich ganz einfach auch abgrenzen, um professionell helfen zu können."

 

Der jüngste Klient ist 17 Jahre gewesen und der bisher älteste 63 Jahre. Da die Therapie für jede Person individuell zugeschnitten wird sowie Kraft und Zeit fordert, "gibt es jährlich nur 15 Plätze. Wenn die Klienten von weit her kommen, dann können sie in einer unserer Wohnungen in Oschatz leben - in einer Art Wohngemeinschaft oder allein". Getragen würden die Kosten für all das von den zuständigen Rehabilitationsträgern wie der Rentenversicherung und den Berufsgenossenschaften.

 

i Mit Fragen und Anliegen können sich interessierte Angehörige oder Betroffene wenden an das "Tagestrainingszentrum für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen", Lutherstraße 20 in Oschatz. Telefon: 03435/673 20 13.

Gabi Liebegall

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