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Ideen für den Umbau vom Oschatzer Bad zur multifunktionalen Freizeiteinrichtung

Freizeit Ideen für den Umbau vom Oschatzer Bad zur multifunktionalen Freizeiteinrichtung

Das Oschatzer Platsch wird zu einer multifunktionalen Freizeiteinrichtung umgebaut. Jetzt hat das Planungsbüro konkrete Vorstellungen und machbare Ideen im Stadtrat vorgestellt. Außerdem ist die Stadt Oschatz mit Fördermittelgebern im Gespräch. Im kommenden Jahr könnte das Projekt schon Gestalt annehmen.

Aquafitness soll auch weiterhin ein Bestandteil des Platsches bleiben.

Quelle: Sven Bartsch

Oschatz. Aus dem Oschatzer Platschbad solle eine multifunktionale Freizeiteinrichtung werden. Was sich hinter dem doch sehr technisch klingenden Begriff „multifunktionale Freizeiteinrichtung“ verbirgt, dass versuchte bei der vergangenen Stadtratssitzung Architekt Bert Hoffmann vom beauftragten Planungsbüro klar zu machen.

„Wir nehmen vom jetzigen Bestand des Bades rund 60 Prozent der Wasserfläche raus. Damit wird eine große Fläche des Bades für eine andere Nutzung frei. Wir müssen uns jetzt in kleinen Schritten herantasten, was wir auf dieser Fläche etablieren wollen“, so Hoffmann. Sein Planungsbüro Baukoncept hat in den vergangenen Wochen Ideen zusammengetragen.

Die vier Standbeide der neuen Einrichtung sieht Hoffmann im 25-Meter-Badebecken, der Sauna, der Vierbahnen-Kegelanlage und in einem Übernachtungskomplex für Gruppen und Schulklassen. Flankierend gibt es noch kleine Anziehungspunkte für die künftigen Besucher. Dies heißt, es soll auch ein kleines Badebecken für Kleinkinder geschaffen werden und eine Kletterwand am Beckenrand soll die Einrichtung für jugendliche Besucher attraktiv machen.

„Unser Konzept sieht so aus, dass wir ein möglichst breites Angebot schaffen wollen, welches nach Bedarf schnell zugeschaltet wird und im Zweifelsfall keine Betriebskosten verursacht“, so Hoffmann.

Auch das zarte Pflänzchen Gastronomie soll im Platsch ein Chance bekommen. Die Variante Automatengastronomie könnte sich bei Bedarf wieder entwickeln. „Ich will keine überzogenen Erwartungen wecken. Die Gastronomie kann sich in ganz kleinen Schritten, immer an die jeweilige Situation angepasst, weiterentwickeln“, meint der Planer.

Eine große Bedeutung kommt der Vierbahnen-Kegelanlage zu, die sowohl für den Wettkampfbetrieb als auch für den Freizeitbetrieb geeignet sein soll. „Ich habe schon solche Gerüchte gehört, wie, der Kretschmar lässt für sieben Millionen Euro eine Kegelanlage bauen. Das ist absoluter Quatsch. Die Kegelanlage ist ein Bestandteil der Summe und sie wird als Ersatzbau für die Kegelanlage im Wellerswalder Weg gebaut. Ich bitte auch in diesem Fall Kegeln und Bowling nicht gleichzusetzen“, so Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

Absolut neu ist die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten im Platsch. „Wir haben in Oschatz zwar mit dem Europäischen Jugendcamp eine gute Gruppenunterkunft, aber im Winter können wir die Einrichtung nicht nutzen und im Sommer sind die Kapazitäten oft nicht ausreichend, so dass Schaffung neuer Übernachtungsmöglichkeiten Sinn macht“, sagt Andreas Kretschmar. So könnten in etwa acht Zimmern rund 30 Betten für Gruppenübernachtungen zur Verfügung stehen. Hier prüft das Planungsbüro im Moment die Kosten für die Einrichtung der Zimmer.

Planer Bert Hoffmann informierte, dass die Ideenfindung noch nicht beendet ist. „Wir sind weiterhin noch in der Vorplanung.“ Für die Ideenfindung gab Stadträtin Uta Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) auf den Weg, die Einrichtung einer Kletterhalle oder eines Indoor-Beachvolleyball-Platzes zu prüfen. Ein generell positives Echo gab es auf die Einrichtung einer Planschmöglichkeit für Kleinkinder. Stadtrat Dietmar Schurig (CDU): „Ich kann das Konzept gut mittragen. Mir wäre es allerdings zu schade, den Rutschenturm wegzunehmen. Ich könnte mir gut vorstellen, den Rutschenturm als Attraktion im Sommer beim Freibad mit einzubinden.“ Stadtrat Günter Staffe (Freie Wähler): „Wir werden dem Bad neues Leben einhauchen. Der Gesetzgeber gibt uns da finanzielle Möglichkeiten auf den Weg, die wir nutzen sollten.“

Einzig Stadtrat Albert Pfeilsticker (CDU) sieht die Umgestaltungspläne kritisch. „Für uns ist es doch maßgeblich, wie kommen wir bei den Betriebkosten von 880 000 auf 500 000 Euro runter. Ich befürchte, dass mit dem jetzt besprochenen Konzept betriebskostenmäßig in die falsche Richtung gefahren wird. Ich denke, dass wir in Bereiche kommen, die sich kaufmännisch nicht lohnen werden und die Kosten erhöhen.“

Von Hagen Rösner

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