Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Ideen für den Umbau vom Oschatzer Bad zur multifunktionalen Freizeiteinrichtung
Region Oschatz Ideen für den Umbau vom Oschatzer Bad zur multifunktionalen Freizeiteinrichtung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:04 28.10.2016
Anzeige
Oschatz

Aus dem Oschatzer Platschbad solle eine multifunktionale Freizeiteinrichtung werden. Was sich hinter dem doch sehr technisch klingenden Begriff „multifunktionale Freizeiteinrichtung“ verbirgt, dass versuchte bei der vergangenen Stadtratssitzung Architekt Bert Hoffmann vom beauftragten Planungsbüro klar zu machen.

„Wir nehmen vom jetzigen Bestand des Bades rund 60 Prozent der Wasserfläche raus. Damit wird eine große Fläche des Bades für eine andere Nutzung frei. Wir müssen uns jetzt in kleinen Schritten herantasten, was wir auf dieser Fläche etablieren wollen“, so Hoffmann. Sein Planungsbüro Baukoncept hat in den vergangenen Wochen Ideen zusammengetragen.

Die vier Standbeide der neuen Einrichtung sieht Hoffmann im 25-Meter-Badebecken, der Sauna, der Vierbahnen-Kegelanlage und in einem Übernachtungskomplex für Gruppen und Schulklassen. Flankierend gibt es noch kleine Anziehungspunkte für die künftigen Besucher. Dies heißt, es soll auch ein kleines Badebecken für Kleinkinder geschaffen werden und eine Kletterwand am Beckenrand soll die Einrichtung für jugendliche Besucher attraktiv machen.

„Unser Konzept sieht so aus, dass wir ein möglichst breites Angebot schaffen wollen, welches nach Bedarf schnell zugeschaltet wird und im Zweifelsfall keine Betriebskosten verursacht“, so Hoffmann.

Auch das zarte Pflänzchen Gastronomie soll im Platsch ein Chance bekommen. Die Variante Automatengastronomie könnte sich bei Bedarf wieder entwickeln. „Ich will keine überzogenen Erwartungen wecken. Die Gastronomie kann sich in ganz kleinen Schritten, immer an die jeweilige Situation angepasst, weiterentwickeln“, meint der Planer.

Eine große Bedeutung kommt der Vierbahnen-Kegelanlage zu, die sowohl für den Wettkampfbetrieb als auch für den Freizeitbetrieb geeignet sein soll. „Ich habe schon solche Gerüchte gehört, wie, der Kretschmar lässt für sieben Millionen Euro eine Kegelanlage bauen. Das ist absoluter Quatsch. Die Kegelanlage ist ein Bestandteil der Summe und sie wird als Ersatzbau für die Kegelanlage im Wellerswalder Weg gebaut. Ich bitte auch in diesem Fall Kegeln und Bowling nicht gleichzusetzen“, so Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

Absolut neu ist die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten im Platsch. „Wir haben in Oschatz zwar mit dem Europäischen Jugendcamp eine gute Gruppenunterkunft, aber im Winter können wir die Einrichtung nicht nutzen und im Sommer sind die Kapazitäten oft nicht ausreichend, so dass Schaffung neuer Übernachtungsmöglichkeiten Sinn macht“, sagt Andreas Kretschmar. So könnten in etwa acht Zimmern rund 30 Betten für Gruppenübernachtungen zur Verfügung stehen. Hier prüft das Planungsbüro im Moment die Kosten für die Einrichtung der Zimmer.

Planer Bert Hoffmann informierte, dass die Ideenfindung noch nicht beendet ist. „Wir sind weiterhin noch in der Vorplanung.“ Für die Ideenfindung gab Stadträtin Uta Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) auf den Weg, die Einrichtung einer Kletterhalle oder eines Indoor-Beachvolleyball-Platzes zu prüfen. Ein generell positives Echo gab es auf die Einrichtung einer Planschmöglichkeit für Kleinkinder. Stadtrat Dietmar Schurig (CDU): „Ich kann das Konzept gut mittragen. Mir wäre es allerdings zu schade, den Rutschenturm wegzunehmen. Ich könnte mir gut vorstellen, den Rutschenturm als Attraktion im Sommer beim Freibad mit einzubinden.“ Stadtrat Günter Staffe (Freie Wähler): „Wir werden dem Bad neues Leben einhauchen. Der Gesetzgeber gibt uns da finanzielle Möglichkeiten auf den Weg, die wir nutzen sollten.“

Einzig Stadtrat Albert Pfeilsticker (CDU) sieht die Umgestaltungspläne kritisch. „Für uns ist es doch maßgeblich, wie kommen wir bei den Betriebkosten von 880 000 auf 500 000 Euro runter. Ich befürchte, dass mit dem jetzt besprochenen Konzept betriebskostenmäßig in die falsche Richtung gefahren wird. Ich denke, dass wir in Bereiche kommen, die sich kaufmännisch nicht lohnen werden und die Kosten erhöhen.“

Von Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Oschatz hat eine lange Militärgeschichte. So war hier das 1. Königlich Sächsische Ulanen-Regiment Nr. 17 beheimatet. Der Oschatzer Heimatforscher Dr. Manfred Schollmeyer hat sich auf Spurensuche begeben und legt jetzt ein fast 400-seitiges Werk über die Ulanen vor. In der kommenden Woche wird das Buch offiziell vorgestellt.

28.10.2016

Der Musikverein Lampertswalde hat eine lange Tradition. Erst am vergangenen Wochenende gastierten die Musikanten in der Oschatzer Collm-Klinik. Dabei waren die Bläser aus Lampertswalde die gefeierten Stars. Diese suchen unterdessen nach Verstärkung für die eigenen Reihen. Mitstreiter mit Trompete, Posaune, Horn und Tuba sind willkommen.

27.10.2016

Der Schulweg zur Grundschule „Auf der Höhe“ in Neusornzig wird demnächst wieder sehr gefährlich. Die Bauarbeiten an der Staatsstraße 31 im Bereich der Grundschule sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Dann wird die Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Vorschläge für Zebrastreifen oder Ampel wurden abgelehnt.

27.10.2016
Anzeige