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Illegaler Müll sorgt für Ärger in Oschatz

Umwelt Illegaler Müll sorgt für Ärger in Oschatz

Die Ablagerungen von illegalem Müll häufen sich. Nach dem Fund von Fässern in der ehemaligen Moto-Cross-Grube gibt es jetzt einen weiteren Fall im Fliegerhorst. Hier türmen sich kaputte Autoteile, leere Fässer, und Bauschutt.

Immer wieder gibt es Hinweise auf unerlaubte Müllablagerungen im Fliegerhorst.

Quelle: privat

Oschatz. Gerade erst hat die Oschatzer Feuerwehr an der ehemaligen Motocross-Grube mehrere verdächtige Fässer sichergestellt und abtransportiert. Sie musste dafür Spezialtechnik einsetzen. Weil die Fässer an einigen Stellen undicht waren, sei die enthaltene Flüssigkeit teilweise ausgetreten und in den Boden versickert. Um welchen Stoff es sich genau handelt, ist aktuell weiter unklar. Die Jugendlichen, die die Fässer gefunden hatten, erwähnten einen starken Dieselgeruch. Das Umweltamt des Landratsamtes will prüfen, ob eine Erdabtragung in dem Bereich notwendig ist.

Großer Müllberg im Fliegerhorst

Nun gibt es schon wieder Ärger um unerlaubte Müllablagerungen: „Das ist eine Katastrophe hier draußen“, empört sich ein Anwohner im Oschatzer Ortsteil Fliegerhorst. „Die Leute haben ein Umweltbewusstsein, da jammert der Hund.“ Der Grund für die heftige Unmutsbekundung: Seit über einem Monat türmt sich nach seinen Angaben am Rande der Otto-Lilienthal-Straße, nahe der Wendekeule beim ehemaligen Hangar ein großer Müllberg – offensichtlich illegal in freier Natur deponiert. Darunter befinden sich alte Stoßstangen, Autoersatzteile, Polsterstücke und zwölf bis 15 blaue Fässer.

Was den Mann, der namentlich nicht genannt werden möchte, besonders verärgert: Seiner Ansicht nach kümmere sich die Stadt zu wenig um solche wilden Müllkippen im Fliegerhorst: „Die Stadtverwaltung zeigt sich desinteressiert“, klagt er an. Die Ablagerungen an der Wendekeule habe er Anfang November entdeckt und dem Ordnungsamt umfangreich gemeldet. Eine Verbesserung der Situation sei aber nicht eingetreten.

Grundstück gehört nicht der Stadt Oschatz

Die Stadt könne jedoch selbst gar nicht gegen den Abfall am ehemaligen Hangar vorgehen, wie Sprecherin Anja Seidel gegenüber dieser Zeitung klarstellt: „Das Grundstück gehört nicht der Stadt, definitiv nicht. Der Grundstückseigentümer ist für den abgelagerten Müll selbst verantwortlich. Wir können nur bei städtischen Grundstücken aktiv werden.“ Außerdem sei es in erster Linie Sache des Landratsamtes Nordsachsen, gegen illegal entsorgten Unrat vorzugehen.

Ein weiteres Beispiel solcher Umweltfrevelei bietet sich zwischen Altoschatz und Naundorf. Am Abzweig zu einem Feldweg am ehemaligen Standort der Schwarzen Scheune liegen säckeweise Glasabfälle, Kunststoffmüll und andere Abfälle.

Was können Bürger dann aber grundsätzlich unternehmen? „Wichtig ist, dass sie Anzeige beim Ordnungsamt erstatten“, sagt Seidel, und zwar mit Namen. „Anonyme Anzeigen können von uns nicht verfolgt werden.“ Außerdem sollten die Angaben über Müll und Fundort sehr konkret sein, idealerweise mit Fotos dokumentiert. „Erst dann können wir die Informationen an das Landratsamt weiterleiten.“ Grundsätzlich müssen Müllsünder, die gefasst werden, mit Geldstrafen rechnen. Dem aktuellen Bußgeldkatalog zufolge fallen in Sachsen zum Beispiel bei Glasscherben und Blechresten bis zu 200 Euro an. Bei Haushaltschemikalien oder Batterien sind es bis zu 1500 Euro. Und bei alten Autoreifen können es sogar bis zu 3000 Euro sein. Die Kosten für die Beseitigung dieser Abfälle übernimmt in der Regel der Landkreis. Sie werden auf die Bürger über die Müllgebühren umgeschlagen.

Von Matthias Klöppel und Christian kunze

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