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Oschatz Im Katastrophenwinter 1978 versanken auch Oschatzer Straßen im Schnee
Region Oschatz Im Katastrophenwinter 1978 versanken auch Oschatzer Straßen im Schnee
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06:00 28.12.2016
Quelle: Sammlung Steffen Bahnemann
Oschatz

Den Wintereinbruch zum Jahreswechsel 1978/1979 haben Historiker als DDR-Katastrophenwinter eingeschätzt. Vor allem die ländlichen Regionen waren von der Außenwelt abgeschnitten. Riesige Menge Schnee und tiefe Temperaturen legten über Tage den Verkehr und die Versorgung lahm. Der Oschatzer Fotograf Steffen Bahnemann veröffentlichte unlängst ein Foto aus dem Jahr 1978, das zeigt, wie die Strehlaer Straße mit Schneebergen zugeschüttet war. Viele Oschatzer erinnern sich heute noch, dass es so viel Schnee gab, der auf der Fahrbahn aufgetürmt werden musste. Aktuelll allerdings zeigt sich die Wetterlage viel milder. Übrigens muss man auf der Suche nach einem schneereichen Winter nicht so weit in die Geschichte zurück gehen. Auch der Winter 2009/2010 brachte viel Schnee mit. So viel, dass die Schneemassen teilweise mit Fahrzeugen abgefahren werden mussten.

Der Vergleich der beiden Fotos zeigt auch, dass sich nicht nur das Wetter, sondern auch der Sanierungsstand der Strehlaer Straße geändert hat. Viele Häuser sind heute saniert. Was übrigens den Schnee betrifft, kann sich die Lage ab der kommenden Woche schnell ändern, die aktuelle Wettervorschau ab dem neuen Jahr hält Schnee bis in tiefe Lagen für möglich. Ob dies allerdings auf einen Jahrhundertwinter wie 1978/1979 hinaus läuft, scheint eher unwahrscheinlich, denn in der Langzeitprognose berechnen die Experten auch für den Winter 2016/2017 zu warme Temperaturen.

Wer übrigens noch historische Fotos und Erinnerungen vom Winter 1978 in Oschatz und in der Collm-Region hat, kann uns diese zur Veröffentlichung unter oschatz.redaktion@lvz.de zuschicken.

Von Hagen Rösner

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