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Im Kloster Sornzig gibt sich das 3. Paar das Ja-Wort

Hochzeit Im Kloster Sornzig gibt sich das 3. Paar das Ja-Wort

Am Samstag wurde im Kloster Sornzig zum dritten Mal ein Paar getraut. Dafür wurden lange im Vorfeld alle Vorkehrungen getroffen. Herbergsmutter Heike Neiss sorgte dafür, dass das Trauzimmer ganz den Vorstellungen des Brautpaares entspricht. Seit genau einem Jahr besteht die Möglichkeit, sich in den altem Gemäuern des Klosters das Ja-Wort zu geben.

Kloster Sornzig.

Quelle: Sven Bartsch

Sornzig. „Ja, ich will“, hieß es am Samstag im Kloster Sornzig. Das Trauzimmer ist hergerichtet – ganz so, wie es sich das Brautpaar gewünscht hat. Der Kaminraum, in dem die Trauungen stattfinden, ist dafür perfekt geeignet. Der Raum wurde zuvor gründlich gesäubert, passend bestuhlt und Kerzen auf der Fensterbank und dem Kamin sorgen für die passende Stimmung. Bei der Dekoration sprach man sich zuvor intensiv mit dem Paar ab. Ja, alles ist vorbereitet. Nun wartete man auf das Brautpaar mit seinen Gästen, die sich hier im Trauzimmer des Klosters Sornzig das Ja-Wort geben möchten.

Mauern des Klosters atmen Geschichte

Vor ziemlich genau einem Jahr fand in den selben Räumlichkeiten, in denen 25 Personen Platz finden, die allererste Trauung statt. „Es war ein Paar aus Döbeln. Sie wollten wegen des Ambientes hier bei uns heiraten“, erinnert sich Herbergsmutter Heike Neiss noch genau. Bettina Schubert, vom Stiftungsrat der Stiftung Dr. Ludolf Colditz, hatte das Glück, bei dieser ersten Trauung dabei sein zu können. „Wir hatten ja bereits im Vorfeld gründlich überlegt, wie das Zimmer einzurichten ist. Wenn man selbst bei der Trauung dabei ist, sieht man, ob es bei der Vorbereitung Stärken und Schwächen gab. Doch ich war sehr zufrieden und habe gemerkt, wie das Paar und die Gesellschaft diesen Raum in ihrer Weise ausgefüllt haben. Ich denke, dass auch sie es sehr genossen haben, im Kloster zu heiraten. Die Mauern atmen Geschichte, Würde und Großzügigkeit. Ein tolles Ambiente für eine standesamtliche Trauung“, sagt sie. Während der Trauung sind die Mitarbeiter bereits dabei, den Sektempfang vorzubereiten. „Auch das entscheidet das Paar ganz individuell. Das ist es, was die Feiern hier so schön macht. Jede ist unterschiedlich. Es besteht bei uns nicht nur die Möglichkeit, sich hier trauen zu lassen, sondern auch hier die Feier auszustatten. Es steht das Lichtgewölbe für eine kleinere Feier mit bis zu 40 Gästen und die Scheune für eine große Feier mit bis zu 70 Personen zur Verfügung. Übernachtungsmöglichkeiten sind im Kloster vorhanden“, sagt Heike Neiss. Nicht immer verbinden die Paare Hochzeit und Feier im Kloster. Einige heiraten hier, feiern aber an einem anderen Ort. Andere richten hier lediglich ihre Feier aus. „Das ist ganz unterschiedlich“, so die Herbergsmutter.

Die dritte Trauung

Eines gab es jedoch noch nicht, obwohl es sich Wolfgang Hanns, Vorstand der Stiftung, sehr wünschen würde: Eine standesamtliche mit anschließender kirchlicher Trauung auf dem Areal in Sornzig. „Kirchliche Trauungen sind in der Klosterkirche möglich. Es wären nur ein paar Schritte zu Fuß vom Trauraum in das Gotteshaus. Davon träume ich noch. Das wäre wirklich der Höhepunkt.“ Er selbst sorgt nach dem Ja-Wort meist für Unterhaltung. „Die Paare sind dann oft erstmal mit den Hochzeitsfotos beschäftigt. Wenn es gewünscht wird, biete ich kleine Führungen durch das Kloster an und gehe auf Fragen ein. So erzähle ich ihnen von der Gründung des Klosters bis hin zur Reformation und wie das Kloster später als Landwirtschaftsgut genutzt wurde. Ich bin da sehr flexibel. Ich kann 20 Minuten oder auch zwei Stunden sprechen“, so Wolfgang Hanns.

Die heutige Trauung ist bisher die dritte, die im Trauzimmer durchgeführt wird. „Manche sagen, es könnte mehr sein. Doch ich denke, es wird sich einspielen. So etwas braucht Zeit, um bekannt zu werden. Ich bin zufrieden“, betont Bettina Schubert.

Doch wie kam es eigentlich zu der Idee? „Ich habe das Kloster schon immer für einen besonderen Ort gehalten. Man weiß ja aus den Erfahrungen aus dem eigenen Leben, dass Orte auch in Erinnerung bleiben. Das Kloster steht für Geschichte, für Generation und für heute. Daher habe ich gedacht, dass das Kloster ein sehr schöner Ort für eine Trauung wäre. Daraufhin trug ich meine Idee den anderen Mitgliedern des Stiftungsrates vor und sie waren davon überzeugt. Das hat mich ermutigt“, erinnert sich Bettina Schubert. Auch wenn es am Anfang einige Hürden zu überwinden galt. Denn zu Beginn standen nur zwei festgelegte Termine für eine Trauung zur Verfügung. Auch heute sind diese beiden Termine für Trauungen frei gehalten, es besteht aber auch die Möglichkeit, an anderen Tagen im Jahr zu heirate

n, sofern der Raum und die Standesbeamtin an diesem Tag zur Verfügung steht. Empfohlen wird, sich für eine Trauung oder eine Festlichkeit im Kloster Sornzig rechtzeitig anzumelden, um den gewünschten Termin zu sichern. „Wir sind an den Wochenenden immer sehr gut ausgebucht und haben bereits einige Reservierungen für 2019“, verrät Heike Neiss.

Von Kristin Engel

Sornzig 51.229867 12.9937317
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