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Oschatz Im Mügelner Museum steigen ab 2018 die Eintrittspreise
Region Oschatz Im Mügelner Museum steigen ab 2018 die Eintrittspreise
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12:56 11.03.2018
Andreas Lobe mit einem berittenen Spielzeug-Indianer Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Mügeln

Das Thema Museum war in Mügeln in diesem Jahr oft in aller Munde. Grund dafür war der Umzug der Einrichtung in die ehemalige Mädchen-Schule am Schulplatz, die Renovierung der Räume mit viel Eigenleistungen von Heimatinteressierten und Unterstützung von Unternehmen. Aber auch bei der Auswahl der Ausstellungsstücke für die einzelnen Räume wie dem neu eingerichteten Schmorl-Zimmer, beim Suchen und Finden von ehrenamtlichen Helfern zur Betreuung der Exposition bis hin zum Thema Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes gab es immer wieder Gesprächsstoff.

Preis für Gestaltung des künftigen Museumshofes

Zudem heimste Mügeln beim Wettbewerb „Ab in die Mitte“ mit dem Konzept für die Gestaltung und Nutzung des künftigen Museumshofes einen Preis ein. Das Geld soll dem Museum zu Gute kommen. Die Geschäftsführung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen war in Mügeln und versprach Unterstützung. Auch die Stadtverwaltung war nicht untätig, wenngleich eine finanzielle Unterstützung nur begrenzt möglich ist. Zum Weihnachtsmarkt gab es eine kleine Sonderschau über Spielzeug aus DDR-Zeiten.

Name Heimatmuseum bleibt

Wie geht es nun mit dem Mügelner Museum im nächsten Jahr weiter? Kurz vor Jahresschluss war der ehrenamtliche Museumsleiter Andreas Lobe auf dessen Einladung bei Bürgermeister Johannes Ecke. „Wir haben über viele grundsätzliche Dinge gesprochen, die für den laufenden Museumsbetrieb wichtig sind“, so Lobe. „Wir haben geklärt, dass der Name Heimatmuseum – wie im Allgemeinen jetzt schon verwendet – bestehen bleibt.“ Auch über den ab 1. Januar 2018 geltenden neuen Eintrittspreis für das Museum verständigten sich beide Seiten. Danach haben Kinder bis zum Alter von sechs Jahren freien Eintritt. Alle anderen Personen zahlen 2,50 Euro für den Besuch. Die neuen Eintrittskarten sind schon eingetroffen. Voranmeldungen für einen Besuch des Museums sind unter der Mügelner Rufnummer 4100 möglich.

Wenn das Museum wie vorgesehen, ausgebaut ist, werden die Preise neu festgelegt. Geplant ist auch, dass ein Besuch der Museumsräume vor oder im Anschluss an eine Stadtführung möglich sein soll. Für eine solche Kombination gilt es, noch eine Preisregelung zu finden. Das ist notwendig, da künftig Stadtführungen über den Heimatverein organisiert und durchgeführt werden sollen.

Förderung in Aussicht

Derzeit prüft die Stadtverwaltung, wie das historische Gebäude saniert werden kann. Bei einem Bauplaner wurde angefragt, ob er den Auftrag realisieren könne. Geprüft werde auch, Fördergelder zu nutzen. Beim Management der Leader-Förderregion Sächsisches Zweistromland-Ostelbien wurde angefragt und für 2019 in Aussicht gestellt. Einem professionellen Museumsprojektanten für die Gestaltung der Innenräume wurde aus Kostengründen abgesagt. Dessen Forderungen waren nicht tragbar.

Geprüft werde ebenso, die teure Elek-troheizung im Gebäude so schnell wie möglich abzulösen. Denkbar wäre der Anschluss an die Heizung der Goethe-Oberschule, die sich ja auch in städtischer Trägerschaft befindet.

„Geklärt wurde ebenso, ob bei der Stadt ein Spendenkonto zu Gunsten des Museums eingerichtet werden kann. Das ist nicht möglich, deshalb werden wir über den Heimatverein dieses Thema anpacken, um zum Beispiel mit Spenden den Museumsinnenhof zu gestalten“, so Lobe. Bürgermeister Johannes Ecke macht deutlich, dass hier durch die bestehenden Förderrichtlinien Grenzen bestehen. Objekte von öffentlichem Interesse wie Museum oder Stadtbad dürfen nicht von Spenden mitfinanziert werden. Danach würden Spenden von Bürgern oder Firmen von der jeweiligen Fördersumme abgezogen werden. „Das ist für den Bürger eigentlich nicht vorstellbar, wenn er ein ihm am Herzen liegendes Vorhaben in seiner Gemeinde privat unterstützen möchte und ihr dann eigentlich damit gewissermaßen schadet. Auf der einen Seite ist Bürgerengagement gefragt, auf der anderen Seite werden Grenzen gesetzt“, so Lobe. Das derzeit noch bei der Stadtverwaltung vorhandene Spendenkonto zu Gunsten des Heimatmuseums muss deshalb 2018 aufgelöst werden. Die bisher dort eingegangenen zweckgebundenen Spenden bleiben dem Museum erhalten.

Von bärbel schumann

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