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Im Oschatzer E-Werk werden Kekse für Hunde gebacken

Freizeit Im Oschatzer E-Werk werden Kekse für Hunde gebacken

Kekse gehören für uns Menschen in der Vorweihnachtszeit einfach dazu. Ob die solche Leckereien auch bei Hunden angesagt sind? Im Oschatzer E-Werk wurde es in dieser Woche einfach mal ausprobiert.

Unsere Autorin Kristin Engel (r.) versucht sich mit Gleichgesinnten als Bäckerin von Hundekeksen.

Quelle: Foto: Dirk Hunger

Oschatz. Kekse backen gehört zur Weihnachtszeit dazu – für sich selbst und um anderen eine Freude zu machen. Das dachte sich auch Beate Hübler, Projektleiterin des Kulturgartens im „E-Werk“. Und auch ich entschied, dass das eine gute Möglichkeit ist, einmal mit anzupacken. Denn diejenigen, denen wir mit den Keksen eine Freude machen wollten, waren unsere Vierbeiner. Ja genau. Wir backten Hundekekse.

Dafür hatte sich Beate Hübler aus dem Internet ein paar leckere und gesunde Rezepte herausgesucht. „Das war gar nicht so einfach. Ich musste auf einiges achten. Es durfte in den Rezepten kein Zucker vorhanden sein und nur Vollkornmehl verwendet werden. Auch Hafer- und Kokosflocken sollten dabei sein. Wir benutzen nur Rapsöl zum Backen. Oliven- oder sogar Lachsöl sind natürlich auch sehr gut geeignet. Aber nur in geringen Mengen! Also nur gesunde Sachen für unsere Hunde.“

Das klang für mich als Tierliebhaber sehr gut. Nun ran an die Arbeit. Doch womit anfangen? Beate Hübler hatte sich für Kokos-Honig-Kekse, Gemüsekekse aus Möhren, Leberwurst-, Käse-, und Quarkkekse sowie Kräuterkekse mit Basilikum für Hunde mit Allergien entschieden. Da die anderen etwa zwölf großen und kleinen Hundekeksbäcker schon fleißig beim Rollen der bereits fertigen Teige waren, nahm ich mir den Quarkkeks-Teig vor. Mein „Talent“, erst einmal alle Zutaten zusammenzuwerfen und erst dann den Teil mit der Zubereitung zu lesen, machte mir bei diesem Rezept zum Glück keine Schwierigkeiten. Erst die Haferflocken und dann der Speisequark. Soweit so gut.

Teig wird zur cremigen Masse

Mit den zwei Löffeln Honig und dem Rapsöl wurden mein Teig so langsam eine cremige Masse. Nun folgte eine Vanilleschote. Hm, dachte ich – überlasse ich das Backen und Kochen doch bevorzugt meiner besseren Hälfte und musste jetzt erst einmal nachfragen, wie ich denn diese Schote in meinen Teig bekommen soll. Zum Glück hatte ich eine fleißige Helferin an meiner Seite. Linda Müller hatte alles im Blick. So nahm sie mir die Schote aus den ahnungslosen Händen, zerteilte sie längs und schabte das Innere der Schote hinaus. Das landete schließlich in meinem Teig. Noch zwei Esslöffel Joghurt und zwei Eier dazu, die fast ohne Verluste in der Schüssel landeten – und fertig war die Mischung. Das Angenehmste kommt ja noch. Das Kneten. Lieber noch einmal erneut die Hände waschen und los ging es. Irgendwann wurde es doch tatsächlich eine verwendbare Masse, die nun in kleine Kugeln gerollt und auf ein Blech verteilt werden mussten.

Auch hier hatte ich zum Glück Hilfe. Ein paar Jungs und Mädchen, die von der Schule direkt zum E-Werk gekommen waren, formten daraus nicht nur Kugeln, sondern auch Herzen, Schnecken und Kaustangen. „Wir haben drei Französische Bulldoggen Zuhause. Meine Mutti und ich lieben diese Rasse. Sie sind klein und nicht so aufgeregt. Nun bin ich gespannt, ob ihnen die Kekse auch wirklich schmecken werden. Ich bin gerne hier und würde auch beim nächsten Mal wieder mitmachen“, sagte der zehnjährige Finley. Wohl die Älteste im Bunde war Bärbel Hauschild aus Oschatz. Sie backte die Leckereien für den Weihnachtskalender des Hundes ihrer Enkeltochter. „Ich packe für sie einen Kalender, warum also nicht auch für ihren Hund? Sie hat ihn von einer Tierorganisation aus Kiel. Er ist ein Straßenhund aus Ungarn. Es macht sehr viel Spaß auch für ihn etwas zu fertigen. An sich backe ich sehr viel, doch Kekse für den Hund bisher noch nie. Ich werde sicher Zuhause auch noch welche zubereiten, weil sie mich zu Weihnachten besuchen kommen.“ Die fertig geformten Kekse wanderten jetzt in den vorgewärmten Ofen – für etwa 15 bis 25 Minuten. Gespannt warteten wir auf das Resultat, denn auch die Menschen naschten von den Hundekeksen. Das Resultat: Meine Quark-Honig-Kekse waren der Hit bei den Zweibeinern. Doch waren sie es auch bei meinem Vierbeiner?

Snoopy steht auf Leberwurst-Kekse

Jack-Russell-Dame Snoopy wartete gespannt, bis ich die Kekse nebeneinander auf dem Fußboden verteilt hatte. Auf mein Signal hin durfte sie die Leckereien ausprobieren. Wer jetzt denkt, dass sie eh alle ohne lange darüber nachzudenken eingesaugt hat, der irrt. Denn mein Hund ist ein Gourmet. Ihr erster Weg führte zu den Möhren-Keksen, die sie unberührt mit einem Naserümpfen liegen ließ. Vom Leberwurstkeks blieb hingegen kein Krümel übrig. Auch der Honig-Kokos-Keks blieb nicht verschmäht. Doch am gesunden Kräuterkeks ging sie vorbei und stürzte sich auf die übrig gebliebenen Sorten. Die beiden verschmähten Kekse werde ich nun vermutlich an die nicht so mäkeligen Vierbeiner auf dem Hundeplatz verteilen. Vom Rest ist fast nichts mehr übrig.

Wer nun auch neugierig auf die anderen Rezepte geworden ist, kann beim nächsten Hunde-Kekse-Backen mit dabei sein. Geplant ist nämlich eine Wiederholung in knapp zwei Wochen. Also einfach mitmachen. Die Vierbeiner werden es danken. Am 12. Dezember ab 16.30 Uhr werden im E-Werk auch für die Zweibeiner Kekse gebacken.

Von Kristin Engel

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