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Oschatz Im Oschatzer Vorzeige-Beet wächst Leipzig als Spiere
Region Oschatz Im Oschatzer Vorzeige-Beet wächst Leipzig als Spiere
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00:33 08.08.2015
Kathleen Teschmit (l.) und Ramona Raschke pflegen das Beet an der Postmeilensäule Quelle: Josefin Möbius
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Oschatz

Von josefin möbius und christian kunze

 

 Die Pflanzenauswahl für das Beet erfolgte nach drei Kriterien: ,,Die Pflanzen mussten auf jeden Fall Trockenheit vertragen, winterhart und dazu noch pflegeleicht sein", erläutert Kathleen Teschmit.

 

Weil die Säule ein Hingucker ist, soll auch das Beet etwas Besonderes aussagen. Die Lavendelpflanzen stellen die B 6 dar, die als wichtige Verkehrsader mehrere Städte miteinander verbindet. Die auffälligsten Pflanzen stehen für die Großstädte Leipzig und Dresden. Dabei ist Leipzig eine Pflanze der Gattung Spiere und Dresden eine Ball-Hortensie. Die anderen Pflanzen symbolisieren die etwas kleineren Städte entlang der Straße, in denen es auch eine Postmeilensäule gab: Meißen, Wurzen und eben Oschatz. Dabei ist Wurzen durch eine gelblaubige Zwergspiere, Oschatz durch eine rotlaubige Weigelie und Meißen durch eine gelb-laubigen Perlmuttstrauch dargestellt. Umringt sind die "Straße" und die "Städte" von kleineren grünen Geranien-Pflanzen. "Die sollen die grüne Landschaft der Region darstellen", erklärt Teschmit.

 

Zur Zeit ist in der Stadtgärtnerei viel zu tun. Unkraut muss gezupft, zahlreiche kleine Beete gepflegt werden. Insgesamt gibt es fünf Flächen, die jährlich neu bepflanzt werden. ,,Das größte Beet ist das am Altmarkt. Aber auch in Oschatz-West gegenüber der Sparkasse wird immer wieder die Bepflanzung neu gestaltet", so die Stadtgärtnerin.

 

Drei bis vier Wochen dauert es, bis die acht Mitarbeiter der Stadtgärtnerei alle Grünflächen gemäht haben. Davon gibt es in Oschatz und den Ortsteilen 55 000 Quadratmeter und außerstädtisch Flächen von etwa zehn Hektar. "Das geht unter den jetzigen Bedingungen nicht schneller", wirbt Teschmit für Verständnis bei Anwohnern. Die Zeiten, als bis zu sieben Helfer über den Bundesfreiwilligendienst und auch noch Ein-Euro-Jobbern die Stadtgärtner unterstützten, seien vorbei.

 

Während etwa die Leipziger Stadtgärtner bei Hitze Probleme haben, vor allem die Straßenbäume mit genügend Wasser zu versorgen, ist das in Oschatz kein Problem. Zwar gibt es im Stadtgebiet laut Teschmit knapp 4000 Bäume. "Die meisten von ihnen haben jedoch ein so tiefreichendes und starkes Wurzelwerk, dass sie aus dem Boden genügend Wasser aufnehmen können - auch bis diesen Temperaturen." Lediglich für die in den vergangenen zwei Jahren gepflanzten 20 neuen Bäume müsse ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt werden."Im Juli hatten wir hin und wieder Regen, da gab es schon schlimmere Jahre, die heißer und trockener waren", erinnert sich die Chefin der Stadtgärtnerei. Das Wasser für die Pflanzenbewässerung kommt aus einem Brunnen am Wäschereipark. Den gibt es seit der Landesgartenschau in Oschatz 2006. © Kommentar

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