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Oschatz Im Prozess umTotschlag heute Urteil erwartet
Region Oschatz Im Prozess umTotschlag heute Urteil erwartet
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16:59 12.11.2012
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Leipzig/Oschatz

Im Prozess um einen erschlagenen Obdachlosen aus Oschatz wird heute am Landgericht Leipzig mit der Verkündung des Urteils durch den Vorsitzenden Richter Norbert Göbel gerechnet. "Das Verfahren soll abgeschlossen werden, es sind keine weiteren Sitzungstermine angesetzt", sagte gestern Hans Jagenlauf, Sprecher des Landgerichtes Leipzig, auf OAZ-Anfrage.

Die Angeklagten müssen sich seit dem Dezember des vergangenen Jahres vor dem Landgericht Leipzig für den Totschlag des Obdachlosen André K. verantworten. Ende Mai 2011 sollen sie den damals 50-Jährigen am Oschatzer Südbahnhof so brutal geschlagen haben, dass er kurze Zeit später im Unikrankenhaus Leipzig an den Folgen der Verletzungen verstarb. Die mutmaßlichen Täter, die heute zwischen 17 und 37 Jahre alt sind, stammen aus Oschatz und Wermsdorf und sind wegen Totschlages und unterlassener Hilfeleistung angeklagt.

Ob der Prozess tatsächlich heute abgeschlossen werden kann, ist jedoch noch ungewiss. Das Urteil sollte bereits am 4. September verkündet werden. An diesem Tag hatte der Hauptangeklagte plötzlich sein Schweigen gebrochen, weitere Zeugen mussten vernommen werden (wir berichteten). Auch wenn es heute keine weiteren Zwischenfälle geben sollte, werden die Plädoyers viel Zeit in Anspruch nehmen. Ob dafür ein Prozesstag ausreicht, muss abgewartet werden.

Die Erinnerung an den getöteten Obdachlosen André K. aus Oschatz will die Opferberatung des RAA Sachsen wach halten. Am Freitag, um 11 Uhr soll im Neuen Rathaus Leipzig eine Ausstellung unter dem Titel "Gewalt gegen Wohnungslose im Nationalsozialismus und heute" eröffnet werden. Auf einer Tafel soll laut Katja Braß von der Opferberatung auch am Beispiel des Oschatzer Obdachlosen André K. die Gewalt gegen Obdachlose in Sachsen dargestellt werden. Nach Angaben der Opferberatung sind in Sachsen seit 1990 fünf Menschen ermordet worden, weil sie obdachlos waren oder im sozialen Abseits gestanden haben.

Frank Hörügel

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