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Oschatz Imker Lars Thieme zu den Bienenkrankheiten
Region Oschatz Imker Lars Thieme zu den Bienenkrankheiten
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15:55 29.07.2012
Lars Thieme hat als Hobby-Imker Erfüllung gefunden. Aber die Möglichkeit, dass auch seine Bienen von einer Krankheit betroffen werden, besteht trotzdem. Quelle: SB
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Region Oschatz

Frage: Wie können Bienen vor Krankheiten geschützt werden?

Lars Thieme: Es gibt eine Vielzahl von Bienenkrankheiten. Am meisten verbreitet ist die Varroamilbe. Jeder Imker muss gegen diese Milbe vorgehen, um die Bienengesundheit zu gewährleisten. Bei der Varroamilbe handelt es sich um einen Parasit, der die Bienenbrut und die Biene befällt. Ähnlich wie eine Zecke haftet die Milbe an der Biene und saugt Bienenblut. Dadurch wird die Biene geschwächt. Verbreitet sich die Varroamilbe im Bienenvolk ungehindert, wird das Volk dauerhaft geschwächt und geht zugrunde. Um die Anzahl der Varroamilben in Grenzen zu halten, benutzen Imker organische Säuren. Nach der Honigernte wird Armeisensäure eingesetzt, zusätzlich erfolgt eine Winterbehandlung mit Oxalsäure.

Was kann oder muss getan werden bei Völkern mit der Amerikanischer Faulbrut?

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Sie gilt als hochansteckend. Daher ist schon der Verdacht auf Amerikanische Faulbrut, anzeigepflichtig beim zuständigen Veterinäramt. Völker, die befallen sind, müssen vernichtet werden. Anschließend erfolgt eine gründliche Desinfektion von Gerätschaft und Bienenbeuten.

Gab es bei Ihren Völkern Bienenverluste?

Die wohl spannendste Zeit für einen Imker ist das Frühjahr. Da zeigt sich wie viele Völker den Winter gut überstanden haben. Winterverluste gibt es immer wieder. Bienenkrankheiten erschweren den Bienen zudem die Überwinterung. Dennoch, Bienenhaltung kann eine sehr erfüllende Aufgabe sein.

Wie viele Völker haben Sie?

Im Jahr 2009 waren es vier Völker. Momentan kümmere ich mich um zehn Völker.

Konnten Sie schon richtig Honig ernten im ersten Jahr?

Ja, die erste Honigernte war im Jahr 2009. Ich glaube der Honigertrag lag damals pro Volk bei etwa 20 Kilogramm.

Es fragte:

Gabi Liebegall

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