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Oschatz Immun gegen Fusionitis: Nachbarn von Oschatz bleiben lieber Single
Region Oschatz Immun gegen Fusionitis: Nachbarn von Oschatz bleiben lieber Single
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17:00 01.12.2014

Von christian kunze

In den kommenden Monaten, so erfuhr die OAZ, gibt es für die Stadtverwaltung Oschatz und benachbarte Verwaltungen keinen Grund, auf Brautschau zu gehen. "Seitens der Landesregierung gibt es keine Signale, die uns auffordern, Gespräche zu führen", sagt der Oschatzer Beigeordnete Jörg Bringewald. Gesprächsbereit sei man im Rathaus allerdings. "Wenn Nachbarkommunen auf uns zukommen, sagen wir nicht Nein."

Übereilte Brautschau ist auch nicht die Sache von Matthias Müller (CDU). Wermsdorfs Bürgermeister wird diese Entscheidung nicht im Alleingang fällen. "Wenn wir umworben werden, gilt es das Für und Wider in Ausschüssen und dem Gemeinderat abzuwägen." Perspektivisch, so Müller, wolle man die bestehende kommunale Zusammenarbeit ausbauen, zum Beispiel um Veränderungen in der Schullandschaft zu begegnen.

Mit der Ausschreibung der Bürgermeisterwahl im Herbst 2015 hat man in Liebschützberg Zeichen gesetzt. Die Gemeinde soll eigenständig bleiben, sind sich die Räte einig. Unter wessen Führung das geschehen soll, steht in den Sternen, denn Bürgermeister Karl-Heinz Börtitz (CDU) wird nicht mehr kandidieren.

Südlich an Oschatz grenzt die Gemeinde Naundorf. Auch dort fiel unlängst das Votum für eine Eigenständigkeit der Gemeinde mit der Festlegung des Bürgermeisterwahl-Termins. Angesichts der ersten doppischen Eröffnungsbilanz, die Naundorf eine Eigenkapitalquote von 58 Prozent bescheinigt, sieht der stellvertretende Bürgermeister Dr. Hartwig Kübler (Freie Wählergemeinschaft Naundorf) keinen Handlungsbedarf. "Wir haben gut und solide gewirtschaftet. Der Haushalt ermöglicht uns weitere Investitionen. Eine bessere Voraussetzung, um eigenständig zu bleiben gibt es nicht".

Gemeinderat Jürgen Dräger (CDU) warnt ebenfalls vor übereilten Zusammenschlüssen. Das könne nach hinten losgehen. Der Salbitzer erinnert an eine Fusion in der Nachbarschaft der Naundorfer Partnergemeinde Mühlhausen-Ehingen (Baden-Württemberg). "Dort wurde eine Fusion nach zehn Jahren rückgängig gemacht - aus finanziellen Gründen."

Frank Clauß (Freie Wählergemeinschaft Jahnathal) ist neu im Gemeinderat. Für ihn kommt ein Zusammengehen mit Oschatz nicht in Frage. "Wenn wir Teil einer größeren Stadt sind, gerät uns das zum Nachteil", ist er überzeugt. Naundorf sei aufgrund seiner Lage am Südzipfel des Flächenlandkreises Nordsachsen schon benachteiligt. "Eine Fusion würde das noch verschlimmern", so Clauß.

Gemeinderat Volker Buschmann aus Naundorf möchte es bei den bestehenden Verbindungen zu Oschatz belassen. "Die Kooperation ist gut. Man denke nur an den Abwasserzweckverband. Mit den Beiträgen der Naundorfer allein hätte man etwa in Hof nicht das Kanalnetz erneuern können." © Kommentar

Christian Kunze

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