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In Kleinböhla geht die Fuhre ab

5. Acker Race In Kleinböhla geht die Fuhre ab

Das abgeerntete Getreidefeld am Rand von Kleinböhla war zum 5.Mal Austragungsort für das Acker Race. Die rührigen Organisatoren freuten sich über Hunderte Besucher.

Start und los geht es. Hunderte Zuschauer kamen am Wochenende zum 5. Acker Race nach Kleinböhla. Das Rennen hat seit seiner Premiere Kultstatus erlangt.

Quelle: Bärbel Schumann

Kleinböhla. Mirko dirigierte einen Fahrer in seinem Auto unter den im Fahrerlager aufgestellten Pavillon. Dann dauerte es nicht lange, bis der ausstieg und seinen Helm abnahm. Mancher Besucher staunte, dass ein Frauengesicht sich zeigt. Es gehört zu Jane Jankowski, eine von vier Frauen unter den 68 Fahrern, die beim 5. Acker Race in Kleinböhla am Wochenende an den Start gingen. Eine Veranstaltung, die seit ihrer Premiere vor fünf Jahren inzwischen Kultstatus genießt. Verantwortlich dafür ist das Dreigestirn Heino Wittig, Mathias Tepper und Rennleiter Johann Kahr als Kopf der Organisatoren und Helfer. Klare Rennregeln, freier Eintritt für Zuschauer, ein Dorf das hinter den Machern steht und das Feeling vor Ort machen die Einmaligkeit aus.

Jane kommt gerade von der Piste, hat ihr viertes Rennen auf dem Stoppelfeld absolviert. „Es geht eine Runde weiter, hoffentlich schaffe ich es bis in das Finale“, so die 37-jährige Hermsdorferin, die im Berufsleben als Postbotin in einem Auto täglich unterwegs ist und auch in ihrer Freizeit schnelle Autos und den Nervenkitzel liebt. „Ich bin schon das zweite Jahr dabei. Ich hatte diesmal Glück, beim Oschatzer Autofrühling einen der verlosten Starterplätze zu gewinnen. Es ist unglaublich, wie gut die Leute hier in dem kleinen Ort alles organisieren“, freute sie sich.

Auf einem Aufsetzer hatte der Fanclub von Ralf Bahrmann sich eine Tribüne gebaut

Auf einem Aufsetzer hatte der Fanclub von Ralf Bahrmann sich eine Tribüne gebaut. Hier erhöht sitzend, hatten alle seine Fans optimale Sicht auf die Rennstrecke.

Quelle: Bärbel Schumann

Unterdessen wurde es im Fahrerlager wieder lauter. Das nächste Rennen, jedes führt über zehn Runden über die rund 650 Meter lange Stoppelfeldstrecke, soll gestartet werden. Sechs Autos rollten diesmal an die Startlinie. Der Starter hob seine Fahne, es ging los. In einer Staubwolke eingehüllt kämpften die Fahrer um die besten Positionen. Hunderte Augenpaare am Rand des Feldes verfolgten gespannt wie auch die Wettkampfleitung auf dem erstmals beim Acker Race aufgestellten Kampfrichterturm und die Zählmädels von den Organisatoren das Geschehen. Schnell hatten sich die Fahrer eingereiht, doch da wurde das Zeichen zum Halt und Einreihen nahe der Starterlinie gegeben. Eines der Autos hatte Probleme, musste von der Rennstrecke, denn nicht jedes Fahrzeug schafft das aus eigener Kraft. Ein Traktor war schnell herbeigeeilt und gabelte das Auto auf. Oh Schreck, wird mancher Autobesitzer gedacht haben. Doch Heino Wittig klärte auf, dass fast alle Fahrzeuge, die beim Acker Race starten, nur bei Rennen fahren. Wenn dann so eine Panne passiert, wird später wieder geschraubt, geschweißt und was sonst noch getan werden muss, um das Auto wieder einsatzbereit zu bekommen.

Fiel eines der Rennautos aus, dauerte es nicht lange, bis mit einen Lader, der sonst zum Transport von Stroh- und Heuballen dient, das Auto von d

Fiel eines der Rennautos aus, dauerte es nicht lange, bis mit einen Lader, der sonst zum Transport von Stroh- und Heuballen dient, das Auto von der Strecke gebracht wurde.

Quelle: Bärbel Schumann

Nahe der Startlinie stand ein ehemaliger Bauwagen. Am Renntag war er das Domizil von Vivien, Maria, Stefanie, Fanny, Luci und Annabel, den Zählmädels. Sie wachen bei jedem der 39 Wertungsrennen darüber, wie viele Runden jeder Fahrer absolviert. Ihnen ist der Spaß anzumerken. Kein Wunder, verbindet sich bei ihnen doch die Vorfreude darauf, nach 39 Rennen das 40. Rennen des Acker Race bestreiten zu dürfen. Auch das ist etwas Einmaliges wie der Wlan-Zugang auf dem Renngelände für alle, die dörfliche Unterstützung, die Abschlussfeete die es nur so in Kleinböhla gibt.

Von Bärbel Schumann

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