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In Lampertswalde flutscht es beim Seifenschieben mit dem Stock

In Lampertswalde flutscht es beim Seifenschieben mit dem Stock

Heike Miene balanciert zwei Tabletts mit Getränken durch das Festzelt zu den Mädchen und Jungen von der Kita "Sonnenblume". Sie will im Namen des Organisationsteams den Kindern ein kleines Dankeschön für ihr Programm zum Auftakt des Lampertswalder Sommer- und Kinderfestes überbringen.

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Beim Kinderfest in Lampertswalde hatten die Mädchen und Jungen an den Stationen wie hier beim Seifentransport, manche Herausforderung zu meistern.

Quelle: Dirk Hunger

Lampertswalde. von bärbel schumann

 

Noch hallt der Beifall der Zuschauer durch das Festzelt.

 

Zurück an der Theke des Kuchenbasars hat die Lampertswalderin etwas Zeit, um über das aktuelle Fest, dessen Tradition, Helfer und Unterstützer zu reden. "Wir sind zehn Ehepaare verschiedener Altersgruppen, die das Fest organisieren. Uns liegt sehr am Herzen, dass die nun schon über 30 Jahre währende Tradition des Sommer- und Kinderfestes fortgesetzt wird. Wir sind froh, von der Dorfgemeinschaft ganz viel Unterstützung zu erhalten", erzählt sie. Die Spannbreite reiche dabei von den fleißigen Kuchenbäckerinnen unter den Dorffrauen, den Kindern und Erziehern der Kindertagesstätte bis hin zum Team des Burgcafés und den Vereinen im Ort. So ist es für den Musikverein Lampertswalde selbstverständlich, beim Sommer- und Kinderfest aufzuspielen. Mit von der Partie beim bunten Treiben im Park ist ebenso die Freiwillige Feuerwehr des Ortes. "Wir freuen uns besonders, dass die in Lampertswalde ansässigen Firmen uns finanziell unterstützen. Und auch von manchem Einwohner erhalten wir eine Spende. Ohne diese Hilfe wäre manches nicht machbar. Wir können dafür nur dankbar sein", berichtet Heike Miene.

 

Sie und ihr Mann Mathias sind beide gebürtige Lampertswalder. Das Interesse, Traditionen im Ort zu bewahren und damit ein Stück Dorfgemeinschaft zu erhalten, sei daher groß. Bei anderen Mitstreitern sei das ähnlich. Und wenn bei einem Ehepaar der Partner das Engagement des anderen mitträgt, so sei das ein gutes Fundament.

 

"Wir freuen uns über jeden, der uns seine Mitarbeit und Hilfe anbietet", sagt die 37-Jährige. Gerade in letzter Zeit habe es solche Angebote beim Organisationsteam gegeben. Das zeuge davon, dass all jene, die im Ort leben und hier mit ihren Familien auch die Zukunft planten, am Fortbestand der örtlichen Traditionen interessiert seien. Das sporne auch an, mache Mut, Feste wie das Sommer- und Kinderfest zu organisieren.

 

Unterdessen haben die Mitglieder des Lampertswalder Musikvereins das Geschehen im Festzelt fest in ihrer Hand. Unter der Leitung von Georg André erklingt ein Mix volkstümlicher Blasmusik. Die Fans der Musikanten, die auch von auswärts extra anreisten, sind in bester Schunkellaune.

 

Im Park nimmt derweil das Kinderfest seinen Lauf. Eine der zahlreichen Stationen ist das Seifenschieben. Gudrun Lehmann und Maren Schindler betreuen die Station, wo ein Stück Schmierseife auf nassem Untergrund eine schiefe Ebene empor mit einem Stock transportiert werden muss. "Das sieht leichter aus, als getan", bemerkt einer der zuschauenden Erwachsenen. Nicht weit davon entfernt dürfen Knirpse im Sand nach Schätzen suchen. Die entpuppen sich, zur Freunde der Mädchen und Jungen, als Süßigkeiten. Damit belohnt werden an diesem Stand auch ganz Kleine, die Mut im bunten Kriechtunnel haben.

 

Einige Schritte weiter haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ihr Robur-Einsatzfahrzeug abgestellt und einen Stand aufgebaut, wo sich die Feuerwehrmänner von Morgen im Zielspritzen üben kann. "Wollen wir mal hoffen, dass jemand darunter ist, der später einmal unsere Wehr verstärkt", bemerkt Sven Sladek, der dem kleinen Tim aus Oschatz hilft, einen kleinen Feuerwehrhelm aufzusetzen. Er ist einer von vier Feuerwehrleuten, die beim Kinderfest im Einsatz sind. Sekunden später heißt es "Wasser marsch", es kann gespritzt werden. Der Knirps ist stolz, als das Ziel fällt. Auch seine Mutter freut sich mit ihm. "Ich bin das erste Mal beim Kinderfest in Lampertswalde mit meiner Familie dabei. Es ist wirklich viel los und alles sehr liebevoll gestaltet", lobt die Oschatzer Mutter die Organisatoren.

Bärbel Schumann

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