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Oschatz In Männer-Teams des FSV kriselt's
Region Oschatz In Männer-Teams des FSV kriselt's
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15:58 22.01.2014
Enrico Schieler

Unbekannte haben ... auf dem Gelände des Sportstadions an der Merkwitzer Straße einen Mercedes beschädigt." Die OAZ hakte nach, was es damit auf sich hat.

Von Gabi Liebegall

Schnell hatte es sich herumgesprochen: Es handelte sich um das Auto des Präsidenten des FSV Oschatz Dirk Beukert. Er erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polizei. War der Täter ein Vereinsmitglied? "Das wäre reine Spekulation", sagte dazu Dennis Preußer, der stellvertretende Präsident des Vereins. Noch konnte die Polizei keinen Tatverdächtigen ermitteln.

Die Unterhaltung mit Preußer - er wurde vor zwei Jahren in den Vorstand gewählt - ging dann in eine ganz andere Richtung. Es kam heraus, dass es im Verein knistert - und zwar im FSV-Männerbereich der Nordsachsen- und Kreisliga. Während es seit der Neuwahl gute Ergebnisse im Verein zu vermelden gibt, so in der Nachwuchsarbeit, der Sponsorengewinnung oder auch in der Pflege und Wartung des Stadions, ist die Stimmung bei den beiden Männermannschaften auf einem Tiefpunkt. Und nicht nur, weil die Erste das Schlusslicht der 14 Fußballmannschaften in der Nordsachsenliga ist und es zu wenige Spieler für zwei Mannschaften gibt.

"Einige Spieler kommen sehr unregelmäßig zum Training, tauchen aber zu Spielen wieder auf. Zweimal konnten wir bei Spielen nicht antreten, weil wir nicht genügend Leute waren", so der Vize. Dabei stünden 37 Fußballer auf der Liste. Es gebe verletzungsbedingte Ausfälle und Spieler, die in einen anderen Verein wechselten, weil der aus ihrer Sicht mehr zu bieten habe. "Vier Spieler haben den Verein verlassen, dagegen steht ein Zugang."

So wie sich die Situation im Männerbereich darstelle, könne nur noch von Volkssport die Rede sein. Ihn ärgert auch, dass es Sportler gibt, die Trainingsgeld fordern, um zum Training zu kommen. Vergessen werden dürfe auch nicht, dass es derzeit keine A-Jugendmannschaft gibt. "Die musste abgemeldet werden." So soll es aber nicht bleiben. Es gebe mit Bert Schwips einen neuen sportlichen Leiter. "Ziel ist, wieder eine A-Jugendmannschaft aufzustellen", so Dennis Preußer.

Aber er hat auch gute Nachrichten. Die E-Jugend ist Hallenkreismeister geworden und die D-Jugend Tabellenvierter. Im Grunde könne der Vorstand zufrieden sein, vor allem im Nachwuchsbereich. Aber bei den Männermannschaften gibt es Sorgen. Helfen könne vielleicht, wenn eine Mannschaft aufgelöst würde. Dann gebe es für die einzige Mannschaft genügend Spieler.

Enrico Schieler, Kapitän der 1. Männermannschaft des FSV und Mannschaftsrat, kann sich nicht vorstellen, dass die Sachbeschädigung des Autos etwas mit dem Fußball zu tun hat. "Das traue ich den Sportfreunden nicht zu." Aber dass es in den Mannschaften viel besser laufen könnte, gibt er zu.

Die Mannschaften seien mit Spielern im Alter zwischen 18 und 30 Jahren "bestückt", so Schieler. "Die jüngeren Spieler setzen andere Prioritäten." Nicht zum Training zu gehen, hätte es früher nicht gegeben. "Wir haben schon mehrmals miteinander gesprochen. Aber wenn eine große Gesprächsrunde einberufen wird, kommen eben wieder nicht alle", bedauerte der Kapitän.

Es fehle zudem der Respekt gegenüber den erfahreneren Spielern. "Und wenn das regelmäßige Training fehlt, macht sich das in der Qualität der Spiele bemerkbar." Er selbst habe noch nie Geld gefordert, "aber wenn es einzelne Spieler doch tun und auch einen Obolus bekommen, dann erwarte ich auch, dass sie zur Stange halten". Obwohl das Geld nach seiner Ansicht sehr viel besser in der Mannschaftskasse aufgehoben wäre.

Ein anderer Grund, warum es im Männerbereich kriselt, ist, dass die Trainer zu schnell wechseln. Einer habe es sogar nur zwei Wochen ausgehalten. Jetzt hat Henry Zwartek die Regie auf dem Trainingsrasen übernommen. "Wir brauchen unbedingt wieder mehr Zusammenhalt und Disziplin. Das sollten sich alle für die Rückrunde, die im März beginnt, vornehmen", so Enrico Schieler. Übrigens, die Auflösung einer Männermannschaft sei und bleibe noch eine Option, "wenn uns nichts anderes übrig bleibt". © Kommentar

Gabi Liebegall

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