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Oschatz In Schmannewitz ist fast das ganze Jahr Mühlensaison
Region Oschatz In Schmannewitz ist fast das ganze Jahr Mühlensaison
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14:27 04.04.2016
Angela Löbel (2.v.r.) erläutert den Besuchern der Bockwindmühle Schmannewitz deren Arbeitsweise und die Geschichte des Mühlenstandortes. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Schmannewitz

Andernorts eröffnen Mühlenregionen Anfang April ihre Saison. In Schmannewitz fand am Sonntag bereits die fünfte öffentliche Mühlenführung in diesem Jahr statt. Es lohnte sich wieder, die Besucher in zwei Gruppen aufzuteilen, damit jeder sehen konnte, was Angela Löbel und Gert Gabriel vom Mühlenverein erklärten.

„Wir gönnen uns nur eine kleine Pause zum Jahreswechsel, so etwa vom 20. Dezember bis Mitte Januar“, erläuterte der Schmannewitzer. Danach versuche man, dem Rhythmus in den Kurkliniken folgend, aller drei Wochen eine Führung anzubieten. Nur an Feiertagen weiche man von diesem Turnus ab. „Ich bin ein Zugezogener, aber ich bin stolz darauf, dass es unserem Verein gelingt, dieses Denkmal zu erhalten und den Gästen unseres Ortes etwas anbieten zu können“, unterstrich Gert Gabriel.

Die Gäste kommen vorwiegend aus der Kurklinik, aber nicht nur. Neben den öffentlichen, im Internet zu findenden Terminen biete der Verein Gruppen auf Nachfrage wochentags Führungen an. Auch in dieser Hinsicht ist die Mühlensaison 2016 in Schmannewitz schon längst eröffnet. „Schön wäre es, wenn wir neue Mitglieder finden würden, die wochentags Zeit hätten, Gruppen zu betreuen“, schildert der Schmannewitzer ein Anliegen des Vereines. Gäste kämen zum Beispiel aus Rüstzeitheim und Hotel Wiesenhof sowie aus der Jugendherberge Dahlen oder den Schulen der Umgebung.

„Heute ist die erste Führung in diesem Jahr, bei der wir uns nach den Erläuterungen draußen nicht vor Regen oder Kälte in die Mühle flüchten“, stellte Angela Löbel fest, nachdem sie die knapp 20 Gäste begrüßt hatte.

In Markleeberg ist Stephan Rothe, derzeit Kurgast in Schmannewitz, zuhause. Seine Frau Ursel besuchte ihn am Wochenende hier und gemeinsam schauten sie sich die Mühle an. „Normalerweise würden wir von Markleeberg aus nicht hierher kommen“, räumten Rothes ein.

Am Ende waren sie nach der reichlich einstündigen Führung, bei der niemand auf die Uhr schaut, vom Gesehenen und Gehörten ebenso beeindruckt wie Dieter Hahmann aus Quedlinburg. „Jedes Teil, das hier zusammengefügt wurde, ist ein Meisterstück“, lobte der gelernte Schlosser die Arbeit der Mühlenbauer, Müller und des Mühlenvereines. Wenn er unterwegs ist, egal, ob im Urlaub oder zur Kur wie jetzt, schaue er sich in Bauwerken um, genieße gelungene Architektur. An der Schmannewitzer Mühle beeindruckte den Quedlinburger noch etwas: „Zum Sonntag stellen die Ehrenamtlichen ihre Freizeit zur Verfügung, um uns die Mühle unentgeltlich zu zeigen!“ Das honorierte Dieter Hahmann gern mit einer Spende.

Diese Führungen sind nur ein Teil der Arbeit des Mühlenvereines. Damit die Gäste etwas zu sehen bekommen, gibt es an der Mühle immer etwas zu tun. So müssten in diesem Jahr die Abstützung der Mühle und die Halterung des Sterzes erneuert werden. Außerdem will der Verein eine neue Sitzgarnitur aufbauen und die Abgrenzung des Parkplatzes erneuern.

Von Axel Kaminski

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