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Oschatz In der Oschatzer Garküche werden jetzt Kunst und Kultur serviert
Region Oschatz In der Oschatzer Garküche werden jetzt Kunst und Kultur serviert
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00:19 09.12.2017
Oschatzer Verein nutzt Denkmalshaus Quelle: Hagen Rösner
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Oschatz

Ein Teil der alten Oschatzer Garküche in der Breiten Straße 22 stand im Juni 2015 in Flammen. Der Oschatzer Feuerwehr und weiteren Kameraden gelang es damals in einer aufwendigen Löschaktion, das denkmalgeschützte Haus vor einer Katastrophe zu bewahren. Allerdings kehrten auch die kroatischen Bewohner nicht mehr in das unbewohnbare Gebäude zurück.

Kroatische Familie verkauft Brandhaus in der Breiten Straße

Doch seit ein paar Wochen tut sich etwas an und in dem Haus. Auf bemalten Tüchern und Schildern vor dem Gebäude ist zu erfahren, dass hier ein neuer Oschatzer Kunstverein sein Domizil aufgeschlagen hat. Inzwischen haben die Mitglieder des neuen Oschatzer Kunstvereins „Ab-ART-ig/Kult e.V.“ das Haus in der Breiten Straße in Beschlag genommen. Aaron Theodor, der Sohn des aus Halberstadt stammenden und in Oschatz sesshaft gewordenen Malers Mirko Theodor, hat das Haus von der kroatischen Familie Djurdjevic erworben und dem Verein zur Nutzung übergeben. Der Vereinsvorsitz liegt bei Florian Boden und Aaron Theodor. „Wir sind gerade dabei, das Haus zu unserem Vereinsheim und für unsere Zwecke herzurichten“, sagt Stephanie Roßberg aus Oschatz, die sich dem Verein angeschlossen hat. Dabei ist geplant, dass jedes Mitglied in dem Haus seine Räume hat, um seinen künstlerischen Neigungen nachzugehen.

Die große Haushalle im Erdgeschoss hat inzwischen ebenso wie die großen Räume im Erd- und im Obergeschoss einen neuen Farbanstrich erhalten. Spuren des Brandes von vor zwei Jahren sind im Hauptgebäude fast nicht mehr zu finden. Vor allen der denkmalpflegerisch weniger wertvolle Seitenflügel war damals Opfer des Brandes geworden. „Im Dachstuhl hatte es durch den vergangenen Sturm einige Schäden gegeben. Die hat glücklicherweise die Dachdeckerfirma Korn beheben können und uns diese Leistung gesponsert“, so Roßberg.

Verein will ein breites Kulturangebot unterbreiten

Passend zum Vereinskonzept verfügt das Grundstück in der Breiten Straße 22 über ein großes Außengelände. „Damit haben wir auch Platz, um einige Aktionen unter freiem Himmel auf die Beine zu stellen“, so Stephanie Roßberg. Sie freut sich über das neue Haus und die vielfältigen Möglichkeiten, die unter diesem Dach bestehen. „Wir sind im Moment natürlich noch am Anfang. Wir haben eine Menge Müll beseitigt und sind dabei, uns einzurichten, aber die ersten Treffen und Aktionen hat es schon gegeben“, berichtet sie.

Dazu gehörten ein Flashmob – also eine spontane, unangekündigte Versammlung – auf dem Neumarkt in Oschatz vor knapp zwei Monaten unter dem Motto „Oschatz ist bunt“ und die Beteiligung am Glühweinfest der Werbegemeinschaft am vergangenen Sonnabend. Hier hatten die Mitglieder Werke ausgestellt, zum Kinderschminken eingeladen und gegen eine Spende Speisen und Getränke angeboten. Weitere Treffen, wie zum Beispiel eine Weihnachtsfeier am 23. Dezember und ein Neujahrsfest am 5. Januar im neuen Jahr, sind schon terminiert.

Von Hagen Rösner und Christian Kunze

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