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Oschatz In der Region Oschatz Knöllchenpause für Temposünder und Falschparker
Region Oschatz In der Region Oschatz Knöllchenpause für Temposünder und Falschparker
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00:17 24.12.2016
Falls im Auftrag der Stadt Oschatz bis zum Jahresende in der Bahnhofstraße noch einmal geblitzt wird, bekommen die Temposünder erst im Januar 2017 ihre Knöllchen. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz/Mügeln/Dahlen/Wermsdorf

Weihnachtsfrieden – ein schönes Wort, drückt es doch irgendwie Ruhe und Besinnlichkeit aus. Im Straßenverkehr wird darunter die behördliche Praxis verstanden, Parksünder rund um die Feiertage nicht oder zumindest nicht so streng für ihre Vergehen zu bestrafen. Die Entscheidung pro oder kontra Weihnachtsfrieden obliegt allerdings grundsätzlich den Städten und Gemeinden.

Wie aus einer Umfrage dieser Zeitung hervorgeht, dürfen sich Autofahrer in der Region Oschatz vielerorts über eine Knöllchenpause freuen. So will zum Beispiel die Stadt Oschatz erst im Januar die Daten der Ordnungswidrigkeiten vom Dezember auswerten und ahnden. In Dahlen soll der Weihnachtsfrieden ebenfalls eingehalten werden. Ausgenommen seien lediglich grobe Verstöße. Dazu gehöre zum Beispiel das Parken in Bereichen von Zufahrten und Stellflächen für Rettungsdienst und Feuerwehr, so Stadtchef Matthias Löwe (WHD).

Um ruhige Feiertage ist auch die Gemeinde Wermsdorf bemüht. Laut Bürgermeister Matthias Müller (CDU) werden die Kontrollen sicher etwas abnehmen. Eine Kompletteinstellung sei jedoch schwierig, da etwa Krankenhaus und Rettungswache auf freie Fahrt angewiesen seien. Eingehend beachtet werden sollten Halteverbotszonen hingegen in Mügeln. Denn wie Julius Enge, Sachbearbeiter im Ordnungsamt, mitteilt, hat sich die Kleinstadt ausdrücklich gegen einen Weihnachtsfrieden ausgesprochen.

Falschparker lassen die Kassen nur leise klingeln

Eine bewährte Geldquelle sind Falschparker allemal, auch in der Region Oschatz. Für den städtischen Haushalt spielen sie hier aber zumeist nur eine untergeordnete Rolle. Das gilt zum Beispiel für Mügeln, wo in diesem Jahr 1595 Euro durch Verwarngelder in die Kassen flossen. Laut Enge sei das keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Gemeinde Wermsdorf habe immerhin rund 16 600 Euro eingenommen. In Anbetracht eines Gesamthaushaltes von etwa elf Millionen Euro gereiche allerdings auch diese Summe zur Nebensache, so Bürgermeister Müller. Die rund 1200 verteilten Knöllchen sollen etwa dem Vorjahresniveau entsprechen.

Keine konkreten Angaben liegen für die Heidestadt Dahlen vor. Stadtchef Löwe übt sich in Schweigen, spricht lediglich von „sehr geringen Einnahmen“. Im Vergleich zu 2015 seien weniger Strafzettel verteilt worden. Und Oschatz? Dort liegen die aktuellen Zahlen noch nicht vor, erklärt Sprecherin Anja Seidel. Sie konnte aber zumindest die Werte für die beiden vergangenen Jahre mitteilen. Demnach seien 2014 und 2015 jeweils zwischen 15 000 und 20 000 Euro für Verstöße im ruhenden Verkehr von Bürgern gezahlt worden. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen seien es sogar um die 90 000 Euro im Jahr gewesen. Unter dem Strich habe die Stadt rund 35 000 Euro (2014) und rund 16 000 Euro (2015) verdient.

Die sachsenweit höchsten Knöllcheneinnahmen erzielte in diesem Jahr übrigens die Stadt Leipzig. Mehr als 4,6 Millionen Euro seien es bis Ende November gewesen. Dresden soll rund 3,2 Millionen Euro verzeichnet haben, Chemnitz mehr als 1,2 Millionen Euro und Zwickau über 700 000 Euro.

Von Matthias Klöppel

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