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Oschatz "Irgendeine Bauernregel wird schon stimmen"
Region Oschatz "Irgendeine Bauernregel wird schon stimmen"
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17:12 23.02.2012
Iris Claassen
Oschatz/Mittelsachsen

Frage: Der Deutsche Wetterdienst Leipzig sagt, dass der diesjährige Winter mit extrem tiefen Temperaturen unvergessen bleiben wird. Auch für die 130 Landwirtschaftsbetriebe Ihres Verbandes?

Iris Claassen: Wir können noch keine Prognose über die tatsächlichen Schäden abgeben. Es gab 14 Tage lang so genannten Barfrost (Frost ohne schützende Schneedecke für Pflanzen). Der war gerade noch zu überstehen. Ich hoffe, dass Wintergetreide und Raps diese zwei Wochen recht gut verkraftet haben. Die Betriebe waren ja auf Winter eingestellt. Vieh macht Kälte nichts aus. Bis auf einige eingefrorene Wasserleitungen und Tränken haben wir keine Probleme genannt bekommen. Die Betriebs- und Energiekosten dürften in der Zeit aber in die Höhe geschnellt sein, vor allem in der Schweinezucht. Dafür waren jedoch der November und Dezember mild. Ein kleiner Ausgleich für die Landwirte im Vergleich zur Frost-Zeit.

Was erwarten Sie für ein Landwirtschaftsjahr 2012?

Wir hoffen, dass es ein gutes Jahr wird, die Erträge stimmen und die Betriebskosten nicht weiter steigen. Über 2011 können wir uns nicht beklagen. Die Getreideernte war zwar nicht optimal, aber die Marktpreise hatten sich dem angepasst. Außerdem hatten wir mit dem goldenen Herbst ausgesprochen gutes Erntewetter. Wichtig für unsere Bauern werden 2012 die Entscheidungen der EU zur Agrarreform sein. Wie werden Fördermittel künftig verteilt und welche Maßstäbe werden für die Berechnung gelten?

Wie wichtig sind Bauernregeln für Ihre Jahresprognosen?

Ich lasse mich davon immer wieder überraschen - irgendeine Regel wird schon stimmen. Zum Beispiel diese hier: kalter Valentin (14. Februar), früher Lenzbeginn. Auch passend: Tanzen die Mücken am 11. Februar, friert des Bauern Vieh das ganze Jahr. Das war in diesem Jahr nicht der Fall. Apropos tanzen. Wir feiern am 30. März das 20. Bestehen des Regionalbauernverbandes mit einem Festbauernball in Polkenberg.

Haben Sie die Kleiderfrage fürs Fest schon geklärt?

Nein, das noch nicht, aber die Rede ist so gut wie fertig geschrieben.

Sie sind seit 1999 Geschäftsführerin des regionalen Bauernverbandes. Was hat sich in den vergangenen 13 Jahren spürbar verändert?

Jeder Tag ist immer noch anders, die Arbeit ist interessant, aber es ist zunehmend schwerer geworden, die Interessen der Bauern als Gegengewicht zur Politik zur vertreten.

Interview: Kathrin König

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