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Oschatz Knapp 90 Einsätze: Mügelner Wehr hatte im Vorjahr gut zu tun
Region Oschatz Knapp 90 Einsätze: Mügelner Wehr hatte im Vorjahr gut zu tun
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14:27 08.01.2019
Dörte Eberhardt und Norman Wolf (v.l.) sowie Stadtwehrleiter Ingo Fischer (r.) befördern die Kameraden Felix Hönicke, René Zwartek, Ronny Beylich, Richard Heinze, Marcus Taube Quelle: Axel Kaminski
Mügeln

Am Montagabend trafen sich die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mügeln zu ihrer Jahreshauptversammlung. Wehrleiter Norman Wolf hatte akribisch alle Dienste und Einsätze aufgelistet. Mit 89 Einsätzen forderte das Jahr 2018 den Mügelner Kameraden viel Engagement ab.

Sie gliedern sich in 41 Brände und 48 Hilfeleistungen. Neben zehn Großbränden seien kleinere Feuer (27 Prozent) und mittlere (29 Prozent) zu löschen gewesen. Beim „Rest“ handele es sich um Fehlalarme, Auslösern von Brandmeldeanlagen und zwei böswilligen Alarmierungen.

Beseitigung von Sturmschäden

Als Schwerpunkt bei den Hilfeleistungen benannte Norman Wolf das Beseitigen von Sturmschäden. Daneben spielten Nottüröffnungen und das Entfernen von auslaufenden Betriebsmitteln nach Verkehrsunfällen eine größere Rolle.

Norman Wolf erläuterte, dass von den Kameradinnen und Kameraden beim Abarbeiten dieser Einsätze insgesamt 1672 Stunden geleistet worden. Davon hätten 1015 in der Freizeit gelegen.

„Nebenbei“ zu diesen Einsätzen habe die Wehr ihre turnusmäßigen Dienste, zum Beispiel zur Weiterbildung, sowie zur Pflege der Technik und Ausrüstung absolviert. Außerdem hätten zwei Kameraden erfolgreich an Lehrgängen auf Kreisebene und neun an Ausbildungen an der Landesfeuerwehrschule teilgenommen.

Wehrleiter dankt für Engagement

Norman Wolf dankte in seinem Rechenschaftsbericht allen, die an der Organisation der drei großen Veranstaltung der Wehr im vergangenen Jahr mitgewirkt haben: dem Kameradschaftsabend, dem 145. Feuerwehrgeburtstag sowie dem Grillabend. Viele Gäste habe die Wehr bei ihrem „Tag der offenen Tür“ im Oktober begrüßen können.

Der Wehrleiter betonte, dass es in dieser schwierigen Zeit nicht einfach sei, dass sich die Kameradinnen in ihrer knappen Freizeit für Ordnung und Sicherheit engagieren. Ausdrücklich dankte er auch den Familien, die mit ihrem Verständnis und ihrer Unterstützung dieses Engagement ermöglichen.

„Löschen, Bergen, Retten und Schützen – diesem Anspruch wird die Wehr Mügeln in vorbildlicher Weise gerecht“, stellte Kreisbrandmeister Ingo Weber in seinem Grußwort fest. Er dankte den Einsatzkräften für ihren aufopferungsollen Dienst. Anschließend verlas er ein an ihn gerichtetes Schreiben der Polizeidirektion Leipzig. Darin wurde die zügige und einwandfreie Zusammenarbeit mit den Mügelner Kameraden gewürdigt, die von den Brandursachenermittlern angefordert worden waren. So ein Schreiben sei absolut nicht alltäglich.

Investitionen für die Feuerwehr eingeplant

Zuvor hatte Mügelns Hauptamtsleiterin Dörte Eberhardt im Namen der Bürgerschaft, der Gewerbetreibenden und des Stadtrates für die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Mitglieder der Feuerwehr gedankt. Sie hoffe, dass man im gerade begonnenen Jahr viel von der „Wunschliste“ der Wehren abarbeiten könne. Der Stadthaushalt sähe für die Feuerwehr etwa die gleichen Mittel wie im vergangenen Jahr vor.

Frank Reichel, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Torgau-Oschatz hob die Arbeit der Mügelner Kinderfeuerwehr hervor. Im Verbandsgebiet gäbe es lediglich fünf Wehren, die Angebote für Sechs- bis Achtjährige unterbreiten. Stadtwehrleiter Ingo Fischer kündigte an, dass es 2019 wieder eine gemeinsame Übung mit den Ortswehren geben werde. Darauf hatte man 2018 mit Rücksicht auf die vielen Einsätze verzichtet.

Die Wehr hat 93 Mitglieder, darunter 44 aktive. Ihr gehören 16 Ehrenmitglieder und vier weitere Mitglieder in der Altersabteilung an. Die Jugendfeuerwehr hat 17, die Kinderfeuerwehr sechs Mitglieder.

Von Axel Kaminski

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