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Oschatz Jubiläum der Jugendfeuerwehr sticht traditionelles Parkfest in Schweta aus
Region Oschatz Jubiläum der Jugendfeuerwehr sticht traditionelles Parkfest in Schweta aus
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16:05 13.06.2016
Die Mahliser Traktorenfreunde kommen mit ihren historischen Fahrzeugen zum Parkfest und beantworten gern Fragen der neugierigen Besucher. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Schweta

Gleich zwei Jubiläen wurden am Festwochenende im Mügelner Ortsteil Schweta gefeiert. Die Jugendfeuerwehr der örtlichen freiwilligen Helfer beging ihr 25-jähriges Bestehen. Zudem waren Jung und Alt am Wochenende zum 40. Parkfest eingeladen.

Schon seit Wochen hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr das Fest für ihre Jugendwehr vorbereitet. Schließlich wissen die Frauen und Männer um Ortswehrleiter Jörg Tandel aus eigenem Erleben: Wer in der Kindheit und seiner Jugend sich für die Feuerwehr engagiert, der bleibt meist auch später noch der Feuerwehr treu. Michael Neumann, der erste Jugendwart der Jugendfeuerwehr ist mächtig stolz, dass die Hälfte der Jugendlichen, die er in seiner Zeit betreute, heute aktive Feuerwehrleute sind. Einer ist sogar Berufsfeuerwehrmann geworden. Zudem war die heutige Leiterin der Jugendfeuerwehr Peggy Tandel damals eine seiner Schützlinge. In einem Rückblick auf seine Zeit als Jugendwart machte er daraus keinen Hehl. Und Stolz schwang in seinen Worten, als er von den ersten Erfolgen bei Kreisausscheiden, von Erlebnissen im Zeltlager, bei Sport und Spiel und natürlich bei den Ausbildungsstunden seiner Jugendwehr berichtete. „Am Anfang brauchten wir auch Kleidung. Das war schwierig, aber wir haben sie passend gemacht“, so Neumann.

Nach ihm leitete Helga Hofmann die Jugendwehr bis Peggy Tandel sie 2006 übernahm. Die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehr schwankten in den 25 Jahren. Wie anderswo auch, gab es Hochs und Tiefs. So gehörten bis zu 25 Kinder und Jugendliche der JFFW schon mal an. Aber es gab auch schlechtere Zeiten, wo gerade mal vier Kinder Interesse zeigten. Derzeit lernen 13 Mädchen und Jungen das Einmaleins des Löschwesens und üben bei den vierzehntägigen Treffen. Gepaart mit vielen anderen Aktivitäten hoffen Peggy Tandel und ihre beiden Unterstützerinnen Stefanie Graul und Andrea Dechert, dass möglichst viele auch später bei den Erwachsenen die Ortswehr verstärken.

Bei so viel Engagement über 25 Jahre hinweg für den Schwetaer Feuerwehrnachwuchs gab es viele Gratulationen, um den ehrenamtlichen Helfern zu danken. Gleiches taten noch viele andere Gratulanten aus dem öffentlichen Leben. Natürlich gab es zum Geburtstag auch Geschenke und Auszeichnungen. Stefanie Graul und Andrea Dechert wurden mit der Ehrenurkunde der Landesjugendfeuerwehr Sachsens geehrt. Im Anschluss fand ein buntes Fest mit Tombola, Spielen, Glücksrad und anderen Überraschungen in und um das Feuerwehrdepot statt. Bei einer Übung im Park zeigte die Jugendwehr ihr Können.

Beim 40. Parkfest ging es da – im Vergleich zu den Blütezeiten – ruhig zu. Das Fazit, dass Organisator Frank Bergmann am Sonntagnachmittag zog, fiel nüchtern aus: Zu wenige Besucher, selbst an den Abenden beim Tanz. Kaum noch ein örtlicher Verein unterstütze ihn.

Treue hielten Bergmann dagegen wenige, wie die Mahliser Traktorenfreunde oder der Schaustellerbetrieb Pönitz. Wer – wie auf den Plakaten angekündigt - aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums eine Ausstellung von landwirtschaftlichem Gerät und Technik oder mehr erwartete, blieb enttäuscht. In einem Raum der Sportlerbaude wurde eine kleine Schau und eine Bilderpräsentation an der Leinwand gezeigt. Erklärende Worte hätten sich die wenigen Interessenten gewünscht. Nun stellt sich nach dem Vorjahr abermals die Frage: Wie weiter mit dem Parkfest?

Von Bärbel Schumann

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