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Oschatz Jubiläumsfahrt 175 Jahre Bahnstrecke mit Halt in Oschatz
Region Oschatz Jubiläumsfahrt 175 Jahre Bahnstrecke mit Halt in Oschatz
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18:10 07.04.2014
Für den Chef der Deutschen Bahn Rüdiger Grube geht ein Kleiner-Jungen-Traum in Erfüllung. Mit Lokführer Matthias Müller (l.) darf er auf dem Oschatzer Bahnhof im Führerstand der Dampflokomotive IV K mitfahren. Fotos: Sven Bartsch

Dampfross und Silberpfeil wetteiferten um die Gunst der 1000 Besucher.

Von Axel Kaminski

Auf den Tag genau gestern vor 175 Jahren fand die Eröffnungsfahrt auf der Bahnstrecke Leipzig-Oschatz-Dresden statt. Auf seinem Weg nach Dresden legte der Sonderzug, der aus diesem Anlass zur historischen Abfahrtszeit am Montag, 13 Uhr in Leipzig gestartet war, einen 45-minütigen Halt in Oschatz ein.

"Ich hatte gehofft - nein, eigentlich gewusst - dass so viele Besucher zum Bahnhof kommen", sagte Ingo Neidhardt, Geschäftsführer der Döllnitzbahngesellschaft (DBG). Er sei froh, dass er sich mit dieser Prognose nicht getäuscht hatte. Über 1000 Besucher wollten sehen, wie sich hier modernste Bahntechnik und gepflegte Dampfhistorie der DBG begegnen. "Die Aufmerksamkeit von Bahnchef Rüdiger Grube für unsere Bahn ist eine fabelhafte Werbung", war sich Neidhardt sicher.

"Sie müssen mich nicht lange bitten. Für mich geht da ein Kleiner-Jungen-Traum in Erfüllung", entgegnete Grube, als ihm nach Ankunft des ICE eine Fahrt im Führerstand der IV K der Döllnitzbahn angeboten wurde. "Mich begeistern die Leute, die im 19. Jahrhundert den Grundstein für die Mobilität gelegt haben, wie wir sie heute kennen und nutzen", sagte Grube mit Blick auf das zwischen Mügeln und Oschatz gepflegte Dampf-Erbe.

Zuvor hatte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) Rüdiger Grube und Sachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) in Oschatz begrüßt. Bei Morlok und Landrat Michael Czupalla (CDU) bedankte er sich ausdrücklich für die Unterstützung der Schmalspurbahn. Der Landrat habe "manche Kohle nachgelegt, damit die Döllnitzbahn heute noch dampft".

Wer nicht unbedingt Schnappschüsse von den Bahnen machen wollte und sich dazu einen Weg durch das Gewühl bahnen musste, konnte den Bahn-Feiertag richtig genießen - so wie Margit und Klaus Lösche aus Zschöllau. "Wir sehen die 'große' Bahn von unserem Garten aus und freuen uns darüber. Das ist ganz interessant", sagte Margit Lösche. Manfred Born war eher zufällig auf die Feier geraten. Der Berliner hatte vom oberhalb des Bahnhofs gelegenen Garten seiner Schwiegereltern den Dampfzug und die Menschenmassen gesehen. "Ich finde das interessant hier, bin heute überhaupt das erste Mal auf dem Oschatzer Bahnhof."

Der Vorstandsvorsitzende des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereines Kapitän Detlef Bütow war von der Dampfzugpräsentation angetan. Der Ehrengast der Sonderfahrt und frühere Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe sagte: "Die Bahn hat vor 175 Jahren für einen Aufschwung der Elbeschifffahrt gesorgt. Beide Verkehrsmittel gemeinsam, sinnvoll verzahnt, können auch heute große Gütermengen über weite Strecken transportieren - ohne Staus."

Wenn der "Wilde Robert" das nächste Mal dampft, ist Ostern. Aber aus welchem Anlass das nächste Mal ein ICE in Oschatz halten könnte, ist ungewiss.

Axel Kaminski

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