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Jubisch entdeckt bedeutendes Steinmetzzeichen

Jubisch entdeckt bedeutendes Steinmetzzeichen

Vorträge mit historischen Inhalten erfreuen sich derzeit in der Stadt Oschatz einer großen Beleibtheit. Erst in der vergangenen Woche gab es einen Vortrag im Oschatzer Vogtshaus über die Historie der Oschatzer Freimaurer, und am Dienstagabend konnte Gert Jubisch mit einem Referat über die Franziskaner zahlreiche Gäste in die Klosterkirche locken.

Beide Themen haben eines gemeinsam: Sie behandeln regionale Themen und können mit neuen Forschungsergebnissen aufwarten. In seinem etwa zweistündigen Vortrag ließ Gert Jubisch die fast 800-jährige Geschichte der Klosterkirche aufleben. Dabei beleuchtete er die Anfänge des Franziskanerklosters in Oschatz ab 1228 ebenso wie die weniger glanzvolle Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Immerhin muss das Oschatzer Franziskanerkloster, welches von 1228 bis zur Reformation 1539 bestand, erheblichen Einfluss auf das Stadtleben gehabt haben. Doch bis auf die Kirche und den Namen Brüderstraße erinnert heute nichts mehr an die einst große Klosteranlage im Nordwesten des Altstadtbezirkes.

Bei seinem Vortrag konnte Gert Jubisch mit zwei neuen Forschungsergebnissen aufwarten, die in dieser Deutlichkeit noch nicht bekannt waren. Er entdeckte im Inneren der Klosterkirche an einem Sandstein ein Steinmetzzeichen, welches vom sächsischen Landesbaumeister Arnold von Westfalen stammen könnte. Arnold von Westfalen gehörte zu den Erbauern der Albrechtsburg in Meißen und war 1481 dort verstorben.

Die zweite Entdeckung machte Gert Jubisch bei seinen Quellenforschungen. So identifizierte er die in alten Quellen genannten Jacobiten als die spätmittelalterliche, bürgerliche Jacobsbruderschaft. Sie hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Pilger bei ihrem Aufenthalt in Oschatz zu unterstützen. Die Bruderschaft unterhielt in Oschatz beispielsweise eine Herberge.

Übrigens hatte Gert Jubisch bei seinem Vortrag auch schauspielerische Unterstützung. Ein vierköpfiges Team um Heimatautor Robert Schmidt spielte in Trachten eine Klosterszene nach. Gert Jubisch bat die Besucher nach dem Vortrag um eine Spende. Es kamen 190 Euro zusammen. Das Geld soll für den Erhalt der Kirche eingesetzt werden.

Spenden für Kirche

Spenden für die Klosterkirche können an die Bank LKG Sachsen e. G., Bankleitzahl 850 951 64, auf das Konto 107 040 919 überwiesen werden. Die Kirchgemeinde Oschatz kann Spendenbescheinigungen ausstellen.

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