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Oschatz Jürgen Kellers Modellflugzeuge kreisen über Oschatzer Dächern
Region Oschatz Jürgen Kellers Modellflugzeuge kreisen über Oschatzer Dächern
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06:00 29.04.2017
Bereits seit seiner Kindheit ist Jürgen Keller begeistert vom Flugmodellbau und saß in jungen Jahren auch eine Zeit lang selbst im Cockpit eines Segelfliegers der damaligen Gesellschaft für Sport und Technik (GST). Quelle: Foto: Heinz Großnick
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Region Oschatz

Von der Fliegerei ist Jürgen Keller aus Mügeln schon immer begeistert. „Bereits als vier- oder fünfjähriger Junge habe ich beim Tischler Leisten erbettelt und mit Pappe Wurfgleiter hergestellt“, erinnert sich der 70-Jährige noch ganz genau und schwärmt: „Das waren schöne Erlebnisse.“ Dieses Hobby zieht ihn bis heute in seinen Bann – im Fliegerclub Oschatz, Gruppe Modellflug. Als Jugendlicher saß er sogar selbst am Steuer eines Segelflugzeuges der Gesellschaft für Sport und Technik (GST). Doch nach zwei Jahren musste er diesen Traum aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Der gelernte Elektromechaniker ist eng mit dem Modellbau und der Fliegerei von nachgebauten Modellen verbunden. „In Mügeln gab es damals einen großen Modellflugverein. Der ist allerdings mangels Mitglieder vor vier Jahren aufgelöst worden. Dann hat uns der Fliegerclub Oschatz angeboten, zu uns zu kommen und eine Gruppe Modellflug zu gründen“, erinnert Keller. 13 Mitglieder gehören dem Verein an, davon vier Aktive. Leider fehle der Nachwuchs, beklagt der 70-Jährige. „In den vergangenen zwei Jahren sind mal zwei junge Leute eingetreten. Wir haben sie dann aber nie auf dem Flugplatz gesehen. Das ist schade und ich kann es nicht verstehen. Ich wäre damals begeistert, wenn ich solche Möglichkeiten gehabt hätte.“

Immer mittwochs treffen sich die Vereinsfreunde. Keller ist bei entsprechendem Wetter auch oft jeden Tag vor Ort. Selbst gebaut hat er über die Jahre hinweg etwa zehn Modelle. In der Schaufenstergalerie seiner Heimatstadt Mügeln, die noch bis Pfingsten zu sehen ist, können die Passanten eine Auswahl davon bewundern: Zum Beispiel der Nachbau einer AV 45, einem französischem Flugzeug und sogar ein Nur-Flügler. Ein kleineres Modell sei in einem 3D-Drucker entstanden. Was der Verein leider nicht bieten könne, sei eine WWerkstatt zum gemeinsamen Basteln, aber es gebe schließlich auch Fertigmodelle zu kaufen.

Wer sich für Flugmodelle interessiert, ist jjederzeit gern gesehen, wirbt Keller. Interessenten könnten bereits ab dem siebenten Lebensjahr mitmachen, lediglich grundlegendes Interesse an diesem Hobby sei Voraussetzung. „Hilfreich wären auch handwerkliche Fähigkeiten. Wer Flugmodelle bauen möchte, sollte auf jeden Fall die Hilfe des Vereins in Anspruch nehmen. Wir können so manche Tipps geben, denn ansonsten kann viel kaputt gehen“, so Keller. Und wer sich mit dem Modellflug beschäftigt, dem rät er obendrein zu einer Haftpflichtversicherung. „Am besten über den Verein.“ Denn mit Fluggeräten wie zum Beispiel neuerdings auch Drohnen könne viel und kostenintensiver Schaden angerichtet werden.

Keller selbst möchte sein Hobby, das Nachbauen von Flugmodellen und das Modellfliegen, jedenfalls noch lange nicht aufgeben. So lange es die Gesundheit zulässt, wird man den 70-Jährigen auch weiterhin regelmäßig auf dem Flugplatz in Oschatz antreffen.

Von Heinz Großnick

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