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Oschatz Jugendherbergen Dahlen und Olganitz stemmen sich gegen Negativtrend
Region Oschatz Jugendherbergen Dahlen und Olganitz stemmen sich gegen Negativtrend
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16:01 15.10.2014
Silvia Scholz hat die Jugendherberge Dahlen als Kreativherberge am Markt positioniert. Quelle: Dirk Hunger

von axel kaminski

Dieser gesunkene Zuspruch wurde in den Monaten Januar bis Mai 2014 bezogen auf das vergangene Jahr registriert und zeigt den Querschnitt aller Regionen des Verbandsgebietes des "Sächsischen Burgen- und Heidelandes" - von Oschatz bis Frohburg.

Das "Sächsische Heideland" liegt in diesem Fall nicht voll im Trend. Thomas Dittmann, Leiter des Schullandheimes Olganitz, konnte bisher keinen Abbruch des Besucherinteresses insgesamt feststellen. Zu Jahresbeginn musste er jedoch auch Einbußen hinnehmen. Im Vergleich zu 2013 habe man von Januar bis Ende Mai 2014 sieben Prozent weniger Gäste gehabt. Nehme man aber alle Übernachtungen, die es 2014 bereits gab und die für den Rest des Jahres gebucht sind, ergebe sich gegenüber 2013 eine Steigerung um ein Prozent. "Was wir merken, ist, dass die Schulen und die Klassen weniger Geld zur Verfügung haben", berichtet Dittmann. Der Trend gehe zu kürzeren Fahrten. "Das führt bei uns dazu, dass mitten in der Woche noch einmal An- und Abreise ist und die Zimmer und Bungalows in kürzester Zeit gereinigt werden müssen - öfter als in der Vergangenheit."

Dennoch sei man von März bis Dezember gut gebucht. Für die Monate Mai/Juni müsse man die eine oder andere Nachfrage mit einer Absage beantworten. "Unser Plus ist, dass wir fünf Klassen gleichzeitig aufnehmen können", sagt Thomas Dittmann. Außerdem biete man Projekte an, die zu den Lehrplänen passen. Die große Kapazität und die ruhige Lage seien auch für Chorlager und Sportgruppen interessant.

"Diesen starken Rückgang der Gästezahlen kann ich nachvollziehen", sagt Silvia Scholz, Leiterin der Jugendherberge Dahlen. "Aber wir fallen aus dieser Statistik raus, weil wir im Januar und Februar Betriebsruhe machen", erläutert sie. Für sächsische Schulklassen gäbe es im Winter das Erzgebirge und das Vogtland als attraktive Reiseziele. Da müsse man nicht versuchen mitzuhalten. Seit zwei Jahren spare man so Kosten. "Der Reisemarkt ist kritisch und bleibt umkämpft", schätzt die Herbergsleiterin ein. Da reiche es nicht aus, mit den günstigen Preisen der Jugendherbergen und der Lage mit der Dahlener Heide vor der Tür zu werben. Seit mehreren Jahren hat sich das Dahlener Haus als Kreativherberge am Markt positioniert und greift auch neue Trends auf. So könne man jetzt ein Seminar über Jugendsprache anbieten.

Sparzwänge hin, Programmangebote her - Sandra Brandt sieht Handlungsbedarf. "Die Gäste sehen sich die Angebote genauer an und erwarten bestimmte Leistungen", sagt sie. Wer zum Beispiel auf die Essenswünsche seiner Gäste von glutenfrei über vegetarisch nicht eingehen oder die Belange von Allergikern nicht berücksichtigen könne, werde abgewählt. Besonders hohe Einbrüche bei den Übernachtungszahlen habe es in den Jugendherbergen Colditz, Bad Lausick und Leipzig gegeben.

Axel Kaminski

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