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Justizminister in Oschatz vor Gericht

Achtung, Satire! Justizminister in Oschatz vor Gericht

Kennen Sie Sebastian Gemkow? Nein? Nicht so schlimm, ist nur Sachsens Justizminister. Ihn nicht zu kennen, steht nicht unter Strafe. Manch ein Oschatzer konnte in dieser Woche einen Blick auf den medienscheuen Politiker erhaschen, denn er stand hier vor Gericht – im wahrsten Sinne des Wortes. Warum? Das lesen Sie im satirischen Wochenrückblick.

Sind wir nun Zwillinge oder nicht? Amtsgerichtsdirektor Tom Herberger (links) und Justizminister Sebastian Gemkow studieren die Akte ihres gemeinsamen Gen-Tests.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Kurz, einprägsam und auf den Punkt müssen Schlagzeilen sein, so dass sie der Zeitungsjunge verkaufsfördernd rufen kann. So lautet ein ungeschriebenes Gesetz des Journalismus. Nun gibt es den Zeitungsjungen schon längst nicht mehr, die Regel jedoch hat Bestand.

„Justizminister vor Gericht“ hätte demnach die Schlagzeile zum Blitzbesuch Sebastian Gemkows diese Woche in Oschatz lauten sollen. Denn das entsprechende OAZ-Foto zeigte Sachsens Justizminister gemeinsam mit Amtsgerichtsdirektor Tom Herberger vor dem Oschatzer Gerichtsgebäude. Kurz, einprägsam und auf den Punkt – geht doch! Die meisten Leser werden angesichts der Nachricht allerdings nur grübelnd gefragt haben: „Sebastian Gemkow, wer ist denn das?“ In der Tat lässt der Bekanntheitsgrad dieses Politikers zu wünschen übrig. Unglücklicherweise offenbarte das in der Zeitung abgedruckte Foto dann auch noch die frappierende Ähnlichkeit zwischen Herberger und Gemkow: Beide mit gescheitelter schwarzer Tolle, dunkelblauem Sakko, weißem Hemd und hellblauer Krawatte – zum Glück zierten des Justizministers Schlips noch ein paar helle Streifen – sonst wäre der Politiker glatt als Herbergers bärtiger, Brille tragender Zwilling durchgegangen!

Bleibt noch die Frage, weshalb Sebastian Gemkow in Oschatz vor (dem) Gericht gestanden hat. Wahrscheinlich wegen unterlassener Hilfeleistung – denn ein bisschen mehr Präsenz in der Öffentlichkeit würde dem Volk in Sachsen schon helfen, seinen Minister für Recht und Ordnung besser kennen zu lernen. Die Oschatzer Amtshilfe des Kollegen Herberger war ein recht guter Start.

Von Christian Kunze

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Oschatz
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