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Oschatz Justizminister in Oschatz vor Gericht
Region Oschatz Justizminister in Oschatz vor Gericht
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15:00 28.08.2016
Christian Kunze Quelle: ALL
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Oschatz

Kurz, einprägsam und auf den Punkt müssen Schlagzeilen sein, so dass sie der Zeitungsjunge verkaufsfördernd rufen kann. So lautet ein ungeschriebenes Gesetz des Journalismus. Nun gibt es den Zeitungsjungen schon längst nicht mehr, die Regel jedoch hat Bestand.

„Justizminister vor Gericht“ hätte demnach die Schlagzeile zum Blitzbesuch Sebastian Gemkows diese Woche in Oschatz lauten sollen. Denn das entsprechende OAZ-Foto zeigte Sachsens Justizminister gemeinsam mit Amtsgerichtsdirektor Tom Herberger vor dem Oschatzer Gerichtsgebäude. Kurz, einprägsam und auf den Punkt – geht doch! Die meisten Leser werden angesichts der Nachricht allerdings nur grübelnd gefragt haben: „Sebastian Gemkow, wer ist denn das?“ In der Tat lässt der Bekanntheitsgrad dieses Politikers zu wünschen übrig. Unglücklicherweise offenbarte das in der Zeitung abgedruckte Foto dann auch noch die frappierende Ähnlichkeit zwischen Herberger und Gemkow: Beide mit gescheitelter schwarzer Tolle, dunkelblauem Sakko, weißem Hemd und hellblauer Krawatte – zum Glück zierten des Justizministers Schlips noch ein paar helle Streifen – sonst wäre der Politiker glatt als Herbergers bärtiger, Brille tragender Zwilling durchgegangen!

Bleibt noch die Frage, weshalb Sebastian Gemkow in Oschatz vor (dem) Gericht gestanden hat. Wahrscheinlich wegen unterlassener Hilfeleistung – denn ein bisschen mehr Präsenz in der Öffentlichkeit würde dem Volk in Sachsen schon helfen, seinen Minister für Recht und Ordnung besser kennen zu lernen. Die Oschatzer Amtshilfe des Kollegen Herberger war ein recht guter Start.

Von Christian Kunze

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