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Oschatz Kalte Dusche für Saunafans
Region Oschatz Kalte Dusche für Saunafans
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17:21 15.02.2012
Die Aufgüsse von Saunameister Uwe Käseberg stehen bei den Freunden des Schwitzbades hoch im Kurs. Für diesen Genuss müssen die Saunagänger jedoch mehr als bisher bezahlen. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)

Von Frank Hörügel

Bereits im August des Vorjahres hat die Oschatzer Freizeitstätten GmbH als Badbetreiber die Eintrittspreise für das Platsch erhöht - weitgehend unbemerkt. Hauptgrund: Die Stadt Oschatz als alleiniger Gesellschafter der Freizeitstätten will mit der Preiserhöhung den steigenden Zuschussbedarf eindämmen. Laut Freizeitstätten-Geschäftsführerin Iris Kübler musste die Stadt den Badbetrieb im vergangenen Jahr mit 897 000 Euro subventionieren, im Jahr 2007 lag diese Summe noch bei 782 000 Euro. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft sagt Andreas Kretschmar: "Wir haben erst die Betriebskosten optimiert, dann mehr aus der städtischen Kasse dazu gegeben und beteiligen erst jetzt die Kunden an den gestiegenen Kosten."

Gelegentlichen Saunagängern oder Badnutzern fällt es meist gar nicht auf, dass sie jetzt einen Euro mehr im Bad und zwei Euro mehr fürs Schwitzen (je vier Stunden) als bis zum August 2011 zahlen müssen. Bei Saunagängern mit Jahreskarte (Saunaclubcard) fällt die Erhöhung dagegen drastisch aus. Sie müssen statt bisher 440 nun 616 Euro zahlen - ein Plus von 40 Prozent. Viele Saunagänger merkten das erst, als sie Anfang Januar ihre Karte für 2012 bezahlen wollten.

"Dass es eine Preiserhöhung geben muss, ist logisch. Denn die Preise im Platsch waren niedriger als in der Umgebung. Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass wir nicht über die Hintergründe informiert werden", wandte sich der Oschatzer Dieter Jung, der eine Jahreskarte für die Sauna besitzt, an die OAZ. Wie er fühlen sich 56 weitere Saunagänger schlecht informiert - besonders über die neue Rabattregelung - und fordern per Unterschriftenliste Aufklärung vom Badbetreiber.

In der vergangenen Woche traf sich Freizeitstätten-Chefin Iris Kübler mit fünf Stammgästen, die auf der Liste unterschrieben haben. Gegenüber der OAZ räumt sie ein Informationsdefizit ein. "Ich habe erklärt, dass es für Saunacard-Besitzer jetzt keinen Freimonat mehr wie bisher gibt, wir aber bei jährlicher Zahlweise zwölf Prozent Rabatt gewähren. Ich werde alle Saunacard-Besitzer anschreiben und über die Änderungen informieren", stellt die Geschäftsführerin der Freizeitstätten GmbH in Aussicht.

Vergleich Badtarife

Bad (vier Stunden): 9 Euro

Sauna (vier Stunden): 14 Euro

Bad (drei Stunden): 10 Euro

Sauna (vier Stunden): 14 Euro

Bad (drei Stunden): 8,50 Euro

Sauna (vier Stunden): 13 Euro

Bad (vier Stunden): 6 Euro

Sauna (vier Stunden): 11 Euro

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