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Oschatz Kalte Dusche nach dem Brand
Region Oschatz Kalte Dusche nach dem Brand
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14:34 05.10.2011
Die Flammen haben aus der Gaststätte im Fliegerhorst eine Ruine gemacht. Der Fertigteilbau brannte bis aufs Fundament nieder. Quelle: Dirk Hunger

Von Gabi Liebegall

Nachdem ihre Gaststätte "Neues Forsthaus" Ende Mai des vergangenen Jahres niederbrannte, hofften beide auf eine Entschädigung durch die Versicherung, damit sie neu anfangen können. Dieser Wunsch rückt nun in weite Ferne.

Freuen kann sich der Gastronom über diese Antwort vom 9. September nicht. "Was nützt mir das Grundstück, wenn wir nicht einmal die Grundsteuern zahlen können." Zu diesem Zeitpunkt hoffen er und seine Partnerin noch immer auf eine positive Antwort von der Versicherung. Jetzt liegt sie vor - die Absage. In der Begründung heißt es unter anderem: "-wenn der Versicherungsnehmer versucht, arglistig über Tatsachen zu täuschen, die für den Grund oder für die Höhe der Entschädigung von Bedeutung sind. Hierfür reicht es bereits aus, wenn vom Versicherungsnehmer bewusst irreführende Angaben gemacht werden, die die Regulierung vereinfachen sollen - schon dies begründet den Vorwurf des Versuchs der arglistigen Täuschung-"

"Es konnte kein Täter ermittelt werden", so Staatsanwalt Ricardo Schulz. "Auch nicht Herr Radtke." Greift bei dieser Antwort nicht die Unschuldsvermutung? Nicht bei der Versicherung, die legt noch nach: "Um einen Schaden zu ersetzen, benötigen wir ausreichende und zutreffende Informationen über den Schadenshergang, die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und vieles mehr. Diese Informationen hat uns Herr Radtke nur teilweise gegeben. Zudem haben wir festgestellt, dass einige dieser Informationen nicht zutreffend sein können. Weiter fehlen wichtige Unterlagen, die uns Herr Radtke trotz mehrmaliger Aufforderungen immer noch nicht vorgelegt hat", erklärt Sabine Schaffrath, Sprecherin der Versicherung. Diese gesamten Umstände hätten dazu geführt, dass der Schadensfall nicht reguliert werden kann.

"Das ist ein starkes Stück. Bei uns ist im Juni 2010 nur ein Schreiben der Allianz eingegangen, in dem um Übersendung von Einzelverbindungsnachweisen für unsere Mobiltelefone gebeten wurde. Diese wurden der Allianz vorgelegt. Ansonsten haben wir nur gegenüber der Polizei und dem Detektiv der Allianz kurz nach dem Brand Angaben machen brauchen. Telefonische Anfragen wurden dahingehend beantwortet, dass wir Geduld haben sollen, bis die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft vorliegt.

Die letzte Hoffnung von Swen Radtke und seiner Lebensgefährtin ist jetzt ihr Anwalt. Er soll noch ein Stück ihrer Existenzgrundlage retten.

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