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Oschatz Kameraden aus Dahlen und Schmannewitz kritisieren mangelnde Ausstattung
Region Oschatz Kameraden aus Dahlen und Schmannewitz kritisieren mangelnde Ausstattung
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15:03 27.11.2018
Dahlener und Schmannewitzer Feuerwehrleute jüngst bei einem gemeinsamen Einsatz. Quelle: Jana Brechlin
Dahlen

Angespannte Stimmung zwischen Teilen der Feuerwehren und dem Dahlener Stadtoberhaupt. Zur jüngsten Ratssitzung waren Kameraden aus Dahlen und Schmannewitz erschienen und kritisierten die Verteilung von Einsatztechnik sowie mangelhafte Ausstattung. So machte der Dahlener Wehrleiter Kay Biedermann darauf aufmerksam, dass zum Beispiel der Rüstwagen derzeit nicht einsatzbereit, weil ohne TÜV sei, außerdem fehle den Kameraden dringend ein großes Löschfahrzeug. „Das Hydrantennetz in der Stadt ist nicht so gut ausgebaut“, begründete er. Von der Schmannewitzer Wehr meldete sich Hans-Jürgen Ebert zu Wort. Scharf kritisierte er die Entscheidung, das Katastrophenschutzfahrzeug von Schmannewitz nach Dahlen zu verlegen, obwohl es im Ort einen Zug mit 21 Freiwilligen gebe. Wie schon Biedermann („wir wollen mehr Informationen und nicht immer alles hintenrum erfahren“), forderte er ein Mitspracherecht. „Keiner redet mit uns, dass ist eine grobe Missachtung unseres Ehrenamtes“, sagte Ebert.

Feuerwehrleute verließen den Saal

Die Wortmeldungen nahmen an Schärfe zu und am Ende der Einwohnerfragestunde verließen die Feuerwehrleute aus Dahlen und Schmannewitz geladen den Sitzungssaal im Rathaus. Dass sich dazu später noch Stadträte zu Wort meldeten, bekamen sie so nicht mehr mit. „Ich bitte darum, dass Gespräch zu suchen und die Kuh vom Eis zu holen“, appellierte Stadtrat Hartmut Risse (WHD). Und Wulf Sukale (Freie Wähler) räumte ein, es sei nicht gelungen, den Brandschutzbedarfsplan wie geplant 2018 abzuschließen. „Das sollten wir schnellstens erledigen, um Unklarheiten zu beseitigen“, fügte er hinzu.

Bürgermeister sucht sachliches Gespräch

Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) zeigte sich verärgert über das Auftreten der Feuerwehrleute und betonte, er sei an einem sachlichen Gespräch jederzeit interessiert: „Wir können gerne miteinander reden, aber dann muss man auch reden wollen.“ Im Nachgang erklärte er, die Versetzung des Fahrzeuges aus dem Katastrophenschutz sei mit dem Landratsamt abgesprochen. Das Fahrzeug könne im Einsatzgeschehen verwendet werden, müsse aber im Katastrophenfall zur Verfügung stehen. Aktuell seien Löschfahrzeuge oder Spezialtechnik wie Schere und Spreizer auf verschiedene Wehren im Stadtgebiet verteilt. Man wolle alle sechs Wehren erhalten und brauche auch deren Mitglieder, versicherte der Bürgermeister, schließlich würden bei einer Alarmierung ohnehin oft mehrere ausrücken. Die Wehren sollten für die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes Zuarbeiten liefern, könnten auch Wünsche äußern und müssten diese begründen. „Wir müssen alle Wehren im Blick behalten und kritisch sehen: Was brauchen wir und was ist wirklich realistisch?“, sagte er.

Brandschutzbedarfsplan wird aktuell erarbeitet

Der Brandschutzbedarfsplan werde aktuell erarbeitet und solle in der ersten Jahreshälfte 2019 beschlossen werden, kündigte Löwe an. Dann müssten die Räte entscheiden, wie in die Wehren investiert werde. „Ich werde mich nicht gegen die Entscheidung des Stadtrates sträuben, wenn der Stadtrat sagt ’wir schaffen noch ein Fahrzeug an’ und die Finanzierung gesichert ist“, betonte Bürgermeister Matthias Löwe.

Von Jana Brechlin

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