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Kampf gegen Schlaglöcher: Oschatz nimmt zwei weitere Straßen ins Visier

Sanierung Kampf gegen Schlaglöcher: Oschatz nimmt zwei weitere Straßen ins Visier

Nachdem die Straßen in der Oschatzer Altstadt in den vergangenen Jahren schrittweise saniert wurden, sind jetzt die Fahrbahnen in den anderen Stadtteilen dran. Im kommenden Jahr, so plant es die Stadtverwaltung, sollen die Wilhelm-Pieck-Straße und die Dr.-Külz-Straße ausgebaut werden.

Im kommenden Jahr plant die Oschatzer Stadtverwaltung die Wilhelm-Pieck-Straße und die Dr.-Külz-Straße auszubauen.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Sie befinden sich in einer Umfeldbebauung aus den 1960er und 1970er Jahren. Insgesamt will die Stadtverwaltung für diese beiden Vorhaben rund 600.000 Euro ausgeben. Dabei sollen auch Fördermittel aus dem Programm "Stadtumbau Ost" in Anspruch genommen werden. Die Mitglieder des Oschatzer Hauptausschusses informierten sich am Donnerstag über diese beiden Vorhaben, die Bauamtsleiter Michael Voigt präsentierte.

Die Wilhelm-Pieck-Straße ist die Verbindungsstraße zwischen der Merkwitzer Straße - mit Einfahrt in Höhe des Stadions - zur Friedensstraße. Hier befinden sich Wohnblöcke sowie die Kindertagesstätte der Lebenshilfe. "Wir haben in den vergangenen Jahren die Straße immer wieder ausgebessert, aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass ein gesamter Ausbau notwendig wird", so Bauamtsleiter Voigt. Dabei wird es an der Trassenführung keine Änderungen geben. Die Straße besitzt auf der Südseite einen Fußweg sowie eine Parkspur für Autos. Im Planungsentwurf war vorgesehen, dass das Parken nach der Sanierung wechselseitig auf markierten Bereichen möglich sein sollte. Dies wurde jedoch von den Ausschussmitgliedern verworfen, so dass in der Nachplanung wieder das einseitige Parken favorisiert werden soll.

Die Straße wird auch künftig den Charakter einer Anliegerstraße behalten. Um zusätzlichen Durchgangsverkehr von der Merkwitzer Straße zur Friedensstraße zu verhindern, hat das Areal den Status "Verkehrsberuhigte Zone", in der eine Geschwindigkeit bis zu sieben Kilometer pro Stunde erlaubt ist. Nach der Sanierung sollen 15 öffentliche Parkplätze zur Verfügung stehen. Insgesamt soll die Straße auf einer Länge von rund 200 Metern ausgebaut werden. Dabei wird die Fahrbahn in Bitumen und der Fußweg in Betonpflaster ausgeführt. Nach bisheriger Kostenschätzung sind rund 170.000 Euro für den Ausbau vorgesehen.

Die Dr.-Külz-Straße befindet sich in Oschatz-West und ist die Einfahrt von der Kreuzung an der Sparkasse in das Neubaugebiet. Neben der Külz-Straße wird auch noch die abzweigende Liebknecht-Straße ausgebaut. Ursprünglich war vorgesehen, beide Straßen getrennt auszubauen. "Es macht aber auf Grund von Kosteneinsparungen in der Baustelleneinrichtung und Planung Sinn, beide Vorhaben in einem Projekt zu realisieren", so Bauamtsleiter Voigt. Hauptgrund für den Ausbau ist auch hier der Zustand der Straße. "Die Schadensbeseitigung über punktuelle Reparaturen ist auch hier nicht mehr sinnvoll möglich", so der Amtsleiter. Im Zuge des Straßenbaus werden auch die Fußwege und die Parkplätze mit ausgebaut. Dabei soll an dem jetzigen Parkkonzept festgehalten werden. Der bestehende Wendehammer im Übergang zur Liebknecht-Straße soll zurückgebaut werden, wobei die Fläche anschließend begrünt werden soll. In den Baumbestand des Areals soll nicht eingegriffen werden, nur einige Nadelbäume, die nicht zur landschaftsüblichen Bepflanzung gehören, sollen verschwinden. Dafür ist eine Ersatzpflanzung vorgesehen. Die Liebknecht-Straße wird zulasten der Grünfläche auf der Seite der ehemaligen Schule vergrößert. Ein Gehweg soll dann entlang der Neubaueingänge führen. Insgesamt werden in dem Gebiet rund 300 Meter Straße ausgebaut. Im Bauamt geht man entsprechend der Kostenschätzung von rund 460.000 Euro Bausumme aus.

Weiterführend wurde von den Stadträten auch über Kurzzeitparkmöglichkeiten gesprochen. Diese sollen es den Pflegediensten ermöglichen, relativ schnell zu ihren Kunden zu gelangen. Dazu will sich die Stadtverwaltung noch einmal separat mit den angrenzenden Vermietern verständigen.

Hagen Rösner

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