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Oschatz Kaninchenzucht: Trend zu kleineren Rassen
Region Oschatz Kaninchenzucht: Trend zu kleineren Rassen
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16:14 21.07.2013
Peter Nolpert (vorn) und Gottfried Wilhelm präsenierten bei der Jungtierschau ihre erfolgreichen Zuchtkaninchen. Quelle: Dirk Hunger

Bereits zum 4. Mal fanden sie dabei in den Mitgliedern des Kleingartenvereins Billert bereitwillige Gastgeber. "Wir sind den Gartenfreunden sehr dankbar, dass wir hier unsere offene Kreisjungtierschau veranstalten können, denn das ist ein schöner Rahmen", sagte der Vorsitzende der Oschatzer Kaninchenzüchter Matthias Fischer.

158 Tiere von 30 verschiedenen Rassen wurden dabei präsentiert. Die Züchter kamen nicht nur aus dem Altkreis Torgau-Oschatz, sondern auch aus Orten wie Audenhain, Ostrau oder Lommatzsch. Die Palette der ausgestellten Jungtiere reichte von großen Rassen wie den Deutschen Riesenschecken bis hin zu den kleineren wie Hermelin-Kaninchen. Zu letzteren gehe eindeutig der Trend bei Züchtern. "Vor allem Neueinsteiger oder Jugendliche setzen auf kleine und Zwergtier-Rassen", hat Ausstellungsleiter Peter Nolpert beobachtet. Zwei Hauptgründe könne man dafür ausmachen: "Kleinere Tiere brauchen weniger Platz und weniger Futter, das schließlich teuer werden kann." Noplert selber hat es dann doch lieber eine Nummer größer und züchtet zum Beispiel Weiße Neuseeländer - und ziemlich erfolgreich, denn bei der Schau am Wochenende holte er mit seiner Zuchtgruppe den Kreismeistertitel.

Ihre Erfahrungen geben routinierte Züchter wie Peter Nolpert, Matthias Fischer, Hans Garbe oder Gottfried Wilhelm gern an jüngere Vereinsmitglieder weiter. "Eine ordentliche Zucht aufzubauen, dauert Jahre", so Matthias Fischer. Deshalb organisiere man bei den monatlichen Treffen der 20 Mitglieder auch sogenannte Tierbesprechungen, bei denen durchaus auch Kaninchen mit Fehlern vorgestellt werden, damit Neueinsteiger genau wissen, was zu vermeiden ist und auf welche Merkmale es bei einer guten Zuchtlinie ankommt.

Abgesehen von der praktischen Zuchtarbeit sehen sich die Oschatzer auch als Bewahrer der Tradition. Stolz verweisen die Mitglieder auf die Gründung ihres Vereins vor fast 100 Jahren 1920. "Das war damals ein Hobby von Handwerksmeistern und Kaufleuten, dem Mittelstand von Oschatz. Ein einfacher Lohnarbeiter konnte sich die Kaninchenzucht gar nicht leisten", weiß Matthias Fischer. Die Zucht als Passion werde auch heute von den Mitgliedern fortgesetzt. Jana Brechlin

Brechlin, Jana

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