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Oschatz Kann Oschatz vom Immobilien-Boom in Leipzig profitieren?
Region Oschatz Kann Oschatz vom Immobilien-Boom in Leipzig profitieren?
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10:39 04.07.2016
Den Traum vom eigenen Haus haben sich die Anwohner am Dr.Siegert-Weg in Oschatz erfüllt. Die Stadt hofft auf noch mehr Bauwillige. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz/leipzig/Delitzsch

Der Immobilien-Markt in Leipzig brummt. Am stärksten sind im Vorjahr die Grundstückspreise im Leipziger Osten gestiegen – teilweise um mehr als 70 Prozent. Das geht aus der Bodenrichtwertkarte 2015 der Stadt Leipzig hervor. Eine Entwicklung, von der die Kommunen im Umfeld von Leipzig profitieren können. Denn hier gibt es noch relativ preisgünstiges Bauland.

In Delitzsch ist diese Entwicklung schon angekommen. Aufgrund der kurzen Entfernung und günstigen Verkehrsanbindung ist die Stadt zunehmend auch für Leipziger interessant. Und die Bauplätze werden langsam knapp. „Die knapp 30 Minuten Fahrzeit nach Leipzig werden toleriert. Gerade für junge Familien ist die Infrastruktur wichtig. Sie wollen zuerst wissen, wo können die Kinder in die Kita und Schule gehen oder welche Ärzte gibt es in der Nähe“, weiß der Delitzscher Immobilienmakler Hans-Joachim Scholz.

Hoffnung auf das Pendlerpotenzial in Oschatz

Auch im Oschatzer Rathaus ist man sich des Pendlerpotenzials, das Leipzig birgt, durchaus bewusst. „Nicht umsonst haben wir uns schon vor etlichen Jahren um den S-Bahn-Anschluss an die große Stadt bemüht“, sagt der Beigeordnete Jörg Bringewald. Mit Erfolg, denn binnen einer reichlichen halben Stunde ist man heute am Ziel. Vor diesem Hintergrund sei es schon eine Überlegung wert, Bauland für diejenigen zu erschließen und anzubieten, die ihren Arbeitsmittelpunkt in Leipzig behalten, aber ruhiger wohnen und ihre Freizeit auf den Land genießen wollen. Schließlich seien Eigenheime eine Möglichkeit, Oschatz insgesamt zu beleben.

„Unsere Schulen und Kindertagesstätten sind in Schuss, diesen ausschlaggebenden Fakt für junge Familien darf man nicht vernachlässigen“, so der Beigeordnete weiter. Insofern betreibe die Stadtverwaltung eine sogenannte Bodenvorratspolitik. Das heißt, die Stadt hält Flächen vor, die sich für einen Eigenheimstandort eignen. Die Stadt ist ständig bemüht, Baurechte für Eigenheime zu schaffen, Baugebiete zu erschließen und zu vermarkten. Bisher wurden seit der Wende 13 Standorte realisiert, weitere sind in Vorbereitung.

In Erschließung von Baugebieten wird investiert

In die Erschließung und Vermarktung geeigneter Flächen für Eigenheimstandorte hat die Stadt bereits investiert – davon zeugen die Areale am Cunnersdorfer Weg, Nordstraße und ehemaliges Arbeitsamt. All das gelingt nicht ohne eine mittelfristige Planung und Vorfinanzierung. „Hier geht es Stück für Stück voran. Genau so wenig wie wir erwarten können, dass plötzlich 30 oder 40 Bauwillige anklopfen, ist es uns auch nicht möglich, die gleiche Anzahl an Grundstücken sofort zur Verfügung zu stellen. Wir werden nicht überrannt, ich gehe aber davon aus, dass es in den kommenden Jahren verstärkt Nachfragen geben wird.“

Klappern gehöre auch hier zum Handwerk, so der Beigeordnete. Man wolle nichts dem Zufall überlassen und in Leipzig gezielt für den Wohnort Oschatz werben.

Von christian kunze, frank hörügel und Thomas Steingen

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