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Oschatz Kanonendonner verschafft Malkwitzern Gehör
Region Oschatz Kanonendonner verschafft Malkwitzern Gehör
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00:31 19.06.2015
Mit einem dreifachen Kanonendonner begrüßen die Malkwitzer die Juroren des Landeswettbewerbes. Quelle: Dirk Hunger
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Malkwitz

Von Jana Brechlin

Noch bis morgen besuchen die Juroren die letzten der 17 qualifizierten Orte im Freistaat, am 6. Juli werden dann die Gewinner verkündet.

Neben Malkwitz waren auch Arzberg und Langenreichenbach aus dem Landkreis Nordsachsen in den Landeswettbewerb aufgerückt - von ursprünglich 68 Teilnehmern aus ganz Sachsen. "Das ist ein guter Schnitt", fand dann auch der Ortschronist Günter Grosch, "Ich freue mich, dass wir einen so guten Eindruck hinterlassen haben und weiter gekommen sind." Für die Einwohner ist es die mittlerweile fünfte Teilnahme am Wettbewerb. Jetzt winkt den Malkwitzern zumindest eine "finanzielle Anerkennung", für die ersten drei Plätze gibt es sogar 3000 bis 5000 Euro.

Bei der Begehung kommt es dann auf das Dorfbild, die Pflege von Brauchtum, gemeinsame Ziele und Pläne sowie gelebte Gemeinschaft an. Vor allem mit letzterer konnten die Malkwitzer punkten. "Das ist mit 221 Einwohnern einer unserer kleinen Ortsteile, aber einer der aktivsten", betonte Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Heimatverein, Feuerwehr, Kirche und Schützenverein sorgten für viel Leben im Dorf. Und das trage man auch nach außen, sagte Günter Grosch und verwies auf den Festumzug zur 800-Jahrfeier in Wermsdorf: "Daran haben allein aus Malkwitz 60 Einwohner teilgenommen." Umgedreht könne man selber auch mit Besuchern von außerhalb rechnen, wenn etwas im Ort veranstaltet werde. Eine "große Nummer" ist das Badewannenrennen, das am 15. August auf dem Kutzscheteich stattfindet. Dazu kommen oftmals auch Teilnehmer aus Rodewald.

Mit den Norddeutschen sind die Malkwitzer seit Jahrzehnten durch die Kirchgemeinde mit Calbitz verbunden, bis heute gebe es freundschaftliche Kontakte zwischen Mitgliedern von Gemeinde, Feuerwehr oder Schützenverein. "Und wir konnten die Kirche vor 25 Jahren nur sanieren, weil uns die Rodewalder Kupfernägel und Blech für das Dach geschenkt haben", sagte Sylvia Däbritz. Derzeit werde wieder Geld für die anstehende Dachsanierung gesammelt, erklärte sie und zeigte den Juroren die kleine Ausstellung zur Kirchengeschichte, die aus diesem Anlass zusammengetragen wurde. "Solche Menschen muss es geben, damit in den Orten etwas passiert", lobte Hannes Clauß aus der Jury den Einsatz des Kirchenvorstandes.

Der Bürgermeister der Gemeinde Wülknitz ist in der Jury für Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen zuständig. Der Architekt Dietrich Berger dagegen für die bauliche Gestaltung in den teilnehmenden Dörfern. Er war früher im Landesamt für Denkmalpflege und konnte bei der Besichtigung der Malkwitzer Kirche eine Lücke schließen - aus welcher Zeit die mit Sternen und Bordüren verzierte Kirchendecke stammt. "Ich würde 19. Jahrhundert vermuten, die Schabloniermalerei ist typisch für diese Zeit", klärte er auf. © Kommentar

Brechlin, Jana

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