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Oschatz Kaolinwerk Kemmlitz wirbt bei Sachsens Wirtschaftsminister um Tagebau-Erweiterung
Region Oschatz Kaolinwerk Kemmlitz wirbt bei Sachsens Wirtschaftsminister um Tagebau-Erweiterung
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00:18 02.06.2017
Landtagsabgeordneter Volkmar Winkler, Geschäftsführer Otto Hieber, Betriebsleiter Thomas Wegner, Staatsminister Martin Dulig, Divisionsleiter Kaolin Ralf Jeffraim sowie der stellvertretende Bürgermeister Mügelns Wolfgang Hanns im Gespräch. Hier erklärt der Kemmlitzer Betriebsleiter dem Minister das Besondere an dem vor Ort geförderten Rohkaolin. Quelle: Bärbel Schumann
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Kemmlitz

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat am Montag gemeinsam mit seinem Parteifreund, dem Landtagsabgeordneten Volkmar Winkler, das Kemmlitzer Kaolinwerk besucht. Ziel war es, das zur Quarzwerk-Gruppe Frechen gehörende Unternehmen kennenzulernen.

Seit 1883 wird in der Region Mügeln Kaolin abgebaut. Derzeit sind im Kemmlitzer Kaolinwerk 87 Mitarbeiter beschäftigt. Das Werk bildet vier Azubis in verschiedenen Berufen aus. Der Rohstoff Kaolin wird nicht nur für die Porzellan- und Keramikproduktion benötigt, sondern kommt auch in vielen anderen Industriezweigen zum Einsatz.

Auch aktuelle Themen wie vor allem die geplante Erweiterung des Tagebaues Schleben-Crellenhain wurden diskutiert. Im bisher dort erschlossenen Gebiet reichen die Abbaureserven noch bis maximal drei Jahre. Weitere Lagerstätten sind vorhanden, weshalb dieser Tagebau erweitert werden soll. Für die geplante Erweiterung läuft bereits das Planfeststellungsverfahren. Dulig und auch Winkler ließen sich vom Geschäftsführer der Quarzwerke Otto Hieber und durch den Kemmlitzer Betriebsleiter Thomas Wegner ausführlich die Pläne erklären. Der Minister zeigte sich beeindruckt von den weltweiten Lieferbeziehungen des Kemmlitzer Werkes. Um sich ein genaues Bild zu verschaffen, stand für die Gäste auch eine Stippvisite im Tagebau Schleben-Crellenhain auf dem Programm. Hier machten Geschäftsführer wie Betriebsleiter deutlich, dass der Betrieb den erfolgreichen Abschluss des Genehmigungsverfahrens anstrebe und für Anwohner und Gemeinden akzeptable Kompromisse anstrebe. In der Tagebausohle interessierte sich der Minister nicht nur für Abbauparameter und den Transport des Rohstoffs. Er und die anderen Teilnehmer an dem Betriebsbesuch verewigten sich mit ihrer Unterschrift auf einer aus Kemmlitzer Kaolin gefertigten Fliese. Minister Dulig nutzte spontan die Chance, in die Fahrerkabine eines der vier riesigen Bagger im Tagebau zu klettern. „Eine solche Chance muss man doch nutzen“, erklärte er lächelnd.

„Ich freue mich über die Unterstützung des Staatsministers für den Bergbau und insbesondere für die Kemmlitzer Kaolinwerke. Die Kaolinwerke sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Region. Sie haben in den letzten 15 Jahren 37 Millionen Euro in die lokale Wirtschaft investiert und damit diese wesentlich gefördert. Das Gleiche gilt auch für gemeinnützige Projekte, die das Werk tatkräftig unterstützt“, erklärte Volkmar Winkler, Sprecher für Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunalpolitik der SPD-Landtagsfraktion. So einen starken Betrieb müsse man halten und fördern, betonte Winkler am Ende des Besuches.

Von Bärbel Schumann

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