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Oschatz Kathrin Krüger-Mlaouhia spricht im Vogtshaus über die Freimaurerei in Oschatz
Region Oschatz Kathrin Krüger-Mlaouhia spricht im Vogtshaus über die Freimaurerei in Oschatz
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18:10 12.01.2012
Kathrin Krüger-Mlaouhia (l.) spricht im vollbesetzen Versammlungsraum des Vogtshauses in Oschatz über die Geschichte der sächsischen Freimaurerei und über den Oschatzer Freimaurer-Club. Quelle: Dirk Hunger

Von Hagen Rösner

Das Thema bewegt offenbar die Oschatzer. Schon im Vorfeld musste Grit Jähn vom Vogtshausverein auf Grund der starken Besuchernachfrage die Gästezahl begrenzen. Und die erlebten dann einen interessanten Vortrag über eine interessante und ungruselige Facette der Oschatzer Stadtgeschichte. Denn über den Oschatzer Freimaurer-Club "Warte am Kollm" ist bisher so gut wie nichts bekannt. Regionale Quellen schweigen sich zu dem Thema aus. Immerhin war für Freimaurer das Schweigen über die Logenaktivitäten das höchste Gebot. Erst das Archiv der "Vereinigten Großloge" in Berlin ist eine ergiebige Quelle für das Buch von Kathrin Krüger-Mlaouhia.

Erste Ansätze freimaurerischer Aktivitäten sind aus dem Jahr 1857 nachgewiesen, als ein Logenbruder aus Leipzig in Oschatz aktiv wurde. Doch die Oschatzer Warte am Kolm wurde erst 1869 gegründet und 1870 genehmigt. Dabei unterstand die Warte am Kollm der Riesaer Freimaurerloge, die den Namen "Herkules an der Elbe" trug. Namenslisten beweisen, dass viele Oschatzer Logenmitglieder angesehene Bürger waren. Für ihre geheimen Treffen hatten sie sich einen Hinterraum des Gasthauses "Zum weißen Schwan" ausgesucht. Was die Oschatzer Freimaurer neben dem Gedankenaustausch und sozialen Aktivitäten trieben, das liegt immer noch im Dunkel der Geschichte. Fakt ist, dass sich die Warte am Kollm im Frühjahr 1932 im Zuge des Organisationsverbotes des faschistischen Regimes selbst auflöste und nie wieder belebt wurde. Zeitweise gehörten bis zu 40 Mitglieder den Oschatzer Freimaurer-Clubs an. Der Status einer Loge wurde in Oschatz nie erreicht.

-Standpunkt

Freimaurer

Die Freimaurer sahen sich als ein Bund von freidenkenden Menschen mit humanistischen Zielen. Mit Vorträgen und sozialen Aktivitäten suchten sie nach menschlicher Vervollkommnung. Ihre Riten, Zeremonien und Mitglieder galten lange als geheim. Große Freimaurerlogen rund um Oschatz gab es in Meißen, Riesa und Torgau. Die Torgauer Freimaurerloge "Friedrich Wilhelm zu den drei Kränzen" existiert heute wieder. Sie wurde 1994 wiedergegründet. Ein Mitglied der Torgauer Loge war bei der Buchlesung dabei.

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