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Kein Gramm Dünger zu viel

Kein Gramm Dünger zu viel

Für die Landwirte der Oschatzer Region herrscht jetzt Hoch-Zeit. Das Getreide und der Raps sind vom Halm. Bevor mit Mais, Kartoffeln und Rüben die nächste Erntephase ins Haus steht, werden die Stoppelfelder schon wieder für die neue Aussaat vorbereitet.

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Dieser Präzisionsdüngerstreuer kann eine Feldbreite von bis zu 36 Metern bearbeiten. Andreas Fetzer (l.) und Udo Morstein können anhand der digitalisierten Karte genau sehen, welche Teile des Feldes mit Dünger versorgt werden müssen.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Hagen Rösner

 

 

 

Solche Anfragen sind erst in den vergangenen Tagen bei Andreas Fetzer, dem Vorstandsvorsitzenden der Agrargenossenschaft Altoschatz-Merkwitz gelandet. "Mehrere Leute haben uns kontaktiert und gemeint, was wir jetzt schon wieder spritzen, kaum das der Mähdrescher vom Feld ist", sagt der Chef der Genossenschaft. Andreas Fetzer und Udo Morstein, Spezialist für Präzisionsdüngung in der Genossenschaft leisten da Aufklärungsarbeit.

"Im Moment bereiten wir den Acker wieder für die Aussaat vor. Auf vielen Getreidefeldern haben wir das Stroh breit gehäckselt.

Es wird nach der Aberntung in den Boden eingearbeitet und durch die Bodenbakterien zu Humus umgewandelt", sagt Andreas Fetzer. "Das gehäckselte Stroh darf nicht unverrottet wie eine Matte im Boden liegen bleiben, weil sonst die neue Saat beim Wachstum behindert wird, ergänzt Udo Morstein. Aus diesem Grund sind in den vergangenen Tagen Mitarbeiter der Agrargenossenschaft mit der Pflanzenschutzspritze unterwegs gewesen, um eine Ammonium-Sulfat-Lösung zur Beschleunigung der Strohrotte auszubringen. "Das ist kein Pflanzenschutzmittel, sondern Flüssigdünger", erklärt Udo Morstein in diesem Zusammenhang .

Bei der Düngung der Felder setzt das Unternehmen auf hochmoderne Technik, wie beispielsweise eine selbstfahrende Pflanzenschutzspritze oder einen Präzisionsdüngerstreuer, die jeweils mit einer Arbeitsbreite von 36 Metern arbeiten. Aber auch bei der Düngung der Felder ist Wirtschaftlichkeit das oberste Gebot. "Sie können sichergehen, dass wir kein Feld stärker düngen, als es notwendig ist. Dafür sorgen schon die hohen Preise für die Düngemittel", macht Andreas Fetzer klar. Zudem ist inzwischen fast die gesamte Ackerfläche, welche die Genossenschaft bewirtschaftet als Karte digital im Computer erfasst. In diesen sind auch die Daten für die Bodennährstoffgehalte enthalten. "Da die Traktoren mit einem Satellitensystem ausgestattet sind, können wir daraufhin ganz präzise dem Boden die Düngestoffe zuführen, die die Pflanzen benötigen.

"Wir legen bei unserer Arbeit großen Wert auf Transparenz", betont Andreas Fetzer. Er und sein Team informieren beim jährlichen Hoffest über die Aktivitäten des Unternehmens. "Aber auch unsere Mitarbeiter auf den Feldern sind gern bereit, Auskunft zu geben", meint der Vorstandsvorsitzende.

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