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Oschatz Keine Einheitsgemeinde aus Dahlen, Cavertitz, Strehla, Belgern und Liebschützberg
Region Oschatz Keine Einheitsgemeinde aus Dahlen, Cavertitz, Strehla, Belgern und Liebschützberg
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15:51 27.02.2012

Von Jana Brechlin

Die Cavertitzer Bürgermeisterin Gabriele Hoffmann (parteilos) erhielt diese Nachricht wie ihre Amtskollegen, nachdem der Strehlaer Bürgermeister Harry Güldner sich mit einem Schreiben an das Innenministerium gewandt hatte. Damit sollten die Chancen für eine neue Großgemeinde ausgelotet werden. Die Variante mit Belgern, Dahlen, Cavertitz und Liebschützberg zusammenzugehen wäre deckungsgleich mit den Vorstellungen des Strehlaer Stadtrates, so der Bürgermeister.

Auch wenn man sich im Innenministerium über die Bemühungen in der Region freut, so findet eben diese Konstellation jedoch keinen Anklang. "Das hat man im Prinzip abgelehnt, weil die Gebietsveränderungen zu groß wären", sagte Gabriele Hoffmann. Immerhin gehe es nicht nur um den Zusammenschluss mehrerer Kommunen, außerdem liege Strehla auch in einem anderen Kreis.

In der Mitteilung an die Bürgermeister verweist das Ministerium auf die Bindung der verschiedenen Kommunen an die jeweiligen Mittelzentren Oschatz, Riesa und Torgau. Die seien so ausgeprägt, dass bezweifelt werde, ob in einer großen Einheitsgemeinde tatsächlich ein funktionierendes Gemeinwesen entstehen könne. Historische und jüngere Verbindungen zwischen den Kommunen würden daran nichts ändern.

Die Cavertitzer Bürgermeisterin Gabriele Hoffmann ist von dieser Antwort nicht sonderlich überrascht. "Das habe ich fast geahnt." Ohnehin ziehe es viele Cavertitzer vermutlich in Richtung Dahlen. "Dorthin haben wir unbestritten viele Verbindungen", sagte sie.

Auch wenn das Thema in den vergangenen Wochen nicht weiter verfolgt wurde, werde eine Fusion demnächst wieder zur Sprache kommen, schätzt die Bürgermeisterin ein. Mit ihren Gemeinderäten will Gabriele Hoffmann bald eine Richtung festlegen. In einer der nächsten Sitzungen wolle man dazu eine Position bestimmen. Diese Beratung wolle man zunächst aber intern führen. Ähnliches hatte auch Dahlens Bürgermeister Matthias Löwe (Wählervereinigung Heidestadt Dahlen) angekündigt. Vermutlich werden beide dann auch wieder zu Gesprächen aufeinander treffen. Jetzt, wo als sicher gilt, dass eine Großgemeinde keine Chance hätte, wird wieder über Zusammenschlüsse im kleineren Rahmen beraten.

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