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Oschatz Keine Lösung für gefährlichen Schulweg in Neusornzig
Region Oschatz Keine Lösung für gefährlichen Schulweg in Neusornzig
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17:15 27.10.2016
Regelmäßig finden vor der Grundschule in Neusornzig gemeinsame Aktionen mit der Polizei statt. Die Kinder bedanken sich dann bei Kraftfahrern, die vorschriftsmäßig und rücksichtsvoll die Staatsstraße an der Schule passieren. Foto: Dirk Hunger
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Neusornzig

Eltern, die ihre Kinder in die Grundschule „Auf der Höhe“ im Mügelner Ortstil Neusornzig frühmorgens zum Unterricht bringen oder nach Schulschluss wieder abholen, fürchten weiter um die Sicherheit ihrer Sprösslinge. Wie zur Stadtratssitzung am Mittwochabend in der Einwohnerfragestunde zur Sprache kam, sei die vor der Schule herrschende Situation nicht zumutbar.

„Wie ist der aktuelle Stand, wenn die Straße wieder für den Verkehr freigegeben wird?“, lautete die Frage an Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln). Die Firma Strabag wolle die Straßenbauarbeiten auf der Staatsstraße 31 in diesem Abschnitt bis zum Jahresende abschließen. Die Straße werde dann für den Verkehr wieder freigegeben und es sei wieder mit starkem Verkehr zu rechnen, informierte Ecke und fügte hinzu: „Die Polizei hat angemahnt, dass die Fahrzeuge der Eltern auf dem Fußweg stehen, wenn sie ihre Kinder zur Schule bringen.“ Der Vorschlag der Stadt, auf halbem Weg einen weißen Strich zu ziehen und damit das Abstellen von Fahrzeugen zu ermöglichen, sei unterdessen abgelehnt worden. „Wir haben dann mit der Familie Thiere gesprochen und gefragt, ob es möglich ist, den Platz vor ihrem Gebäude, dem ehemaligen Gasthof, für das Ein- und Aussteigen der Kinder nutzen zu können“, sagte Ecke weiter. Dafür habe die Stadtverwaltung die Zustimmung erhalten.

Elternversammlung geplant

Nichtsdestotrotz soll, bevor die Straße wieder eröffnet wird, eine Elternversammlung in der Schulturnhalle stattfinden. „Die Polizei achtet künftig drauf, dass niemand sein Fahrzeug auf der Straße parkt und verteilt andernfalls Knöllchen.“ Es sei lediglich erlaubt, das Fahrzeug kurz anzuhalten, um die Kinder ein- oder aussteigen zu lassen.

Lasuv lehnt Vorschläge ab

Im Gespräch mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sei laut Ecke auch die Anlegung eines Zebrastreifens oder einer Ampelanlage im Bereich der Schule angeregt worden. „Das Lasuv lehnt das ab, weil dort auf einer Seite der Fußweg fehlt. Und der Ampelgedanke birgt die Gefahr, wenn diese immer auf grün geschaltet ist, dass sie von den Kraftfahrern nicht mehr wahrgenommen wird.“ Von Seiten des Lasuv hieß es zudem, in Großstädten wie beispielsweise Dresden oder Leipzig seien die Kinder auch starkem Straßenverkehr ausgesetzt und müssten sich daran auf ihrem Schulweg gewöhnen.

Alle bisherigen Anstrengungen für eine machbare Lösung der schwierigen Situation seien gescheitert. „Das ist absolut unbefriedigend für uns. Wir haben gekämpft wie die Löwen und müssen nun sehen, wie wir das hinbekommen und mit Eltern und Lehrern reden.“

Also heißt es weiterhin, die Augen offen halten, damit niemand in Gefahr gerät. „Natürlich werden die Lehrer weiterhin die Kinder über die Straße begleiten und es kommen Schülerlotsen zum Einsatz“, sagte Ecke abschließend. Doch zufriedene Gesichter gab es in den Zuschauerreihen nach der Debatte über den gefährlichen Schulweg jedenfalls nicht.

Von Heinz Großnick

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