Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Kinder aus der Collm-Region bauen Unterschlupf für den Siebenschläfer
Region Oschatz Kinder aus der Collm-Region bauen Unterschlupf für den Siebenschläfer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 20.04.2017
Eifrig sind die Kinder mit Unterstützung der Erwachsenen dabei, die Nistkästen auf dem Collm zu verteilen und an den Bäumen aufzuhängen. Quelle: Foto: Annett Erdmann
Anzeige
Naundorf

Ist der Siebenschläfer in unserer Region zu Hause oder nicht? Dieser spannenden Frage wollen die Mitglieder der Kinderumweltgruppe Naundorf auf den Grund gehen, denn Spekulationen darüber gibt es viele. Bereits vor einiger Zeit haben sie 22 Meisennistkästen angefertigt und diese vor wenigen Tagen an Bäumen auf dem Collm aufgehängt. „Es ist eine gemeinsame Aktion der Kinderumweltgruppe mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst und der Fachgruppe Ornithologie Oschatz“, informiert Annett Erdmann, Leiterin der Ökologischen Station Naundorf. Die Nistkästen sollen nun Siebenschläfer anlocken. „Wir haben zusammen günstige Plätze gesucht, um die Kästen aufzuhängen. Dabei haben auch Eltern geholfen“, so Erdmann. Leider sei der Termin aufgrund der Ferien etwas unglücklich gewählt worden, denn anderenfalls hätte die Stationsleiterin mit einer größeren Teilnehmerzahl gerechnet. 14 Akteure waren an dem Einsatz auf dem Collm beteiligt. Der Sachsenforst habe das Material für die Nistkästen bezahlt. Jetzt wolle man bis zum Mai abwarten und dann die Kästen auf dem Collm gemeinsam kontrollieren. Die Stationsleiterin hofft, dass dann noch mehr Kinder diesen Termin wahrnehmen.

Der Siebenschläfer (Glis glis) ist ein äußerlich mausähnliches, nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche (Gliridae). Die Gestalt dieses Tieres erinnert an Eichhörnchen und Grauhörnchen. Doch ist der Siebenschläfer deutlich kleiner, hat große, schwarze Augen, rundliche Ohren und einen buschigen Schwanz. Das Gesicht weist keine Zeichnungen, aber lange Tasthaare auf. Die Fußballen dieser Tiere sind stets etwas feucht und so beschaffen, dass Siebenschläfer Bäume und Wände ohne Probleme erklimmen können. Die Tiere werden etwa 70 bis 160 Gramm schwer, die Kopf-Rumpflänge beträgt 13 bis 18 Zentimeter, dazu kommt der 11 bis 15 Zentimeter lange Schwanz. Der Siebenschläfer war in Deutschland Tier des Jahres 2004. Man findet diese Tiere in Laubwäldern oder großen Gärten (ideal: Obstgärten) von Kontinentaleuropa bis hin nach Persien. Der Siebenschläfer sucht sich gerne in Baumlöchern, Vogelhäuschen und auch unter den Dächern von Häusern sein Schlafquartier.

Von Heinz Großnick

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Blitzer-Marathon im Landkreis Nordsachsen ist zu Ende gegangen. Polizei und Landratsamt haben am Mittwoch an verschiedenen Stellen Autofahrer kontrolliert. Gestoppt wurden Raser unter anderem in Eilenburg und Süptitz – dort war einer mit 110 km/h im Bereich eines Kindergartens unterwegs.

20.04.2017

Die ehemalige Schmalspurbahnstrecke Nebitzschen-Kemmlitz soll ab 10. Juni wieder in Betrieb gehen. Der Abschnitt ist 2006 vom Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen worden und konnte seitdem nicht mehr genutzt werden. Die Sparkassenstiftung stellte dem Unternehmen jetzt 10 000 Euro für die Instandsetzung zur Verfügung.

20.04.2017

Rund 40 Prozent des innerstädtischen Wohnraums in Oschatz stehen leer, ergab eine Analyse des Städteplaners Prof. Dr. Holger Schmidt von der Uni Kaiserslautern. Mit Schmidts Hilfe will der CDU-Stadtverband Oschatz-Liebsschützberg die Situation verbessern. Wie genau, das erklärt Fraktionschef Dietmar Schurig im Interview.

22.04.2017
Anzeige