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Oschatz Kinder malen Krieg und Flucht in Oschatz
Region Oschatz Kinder malen Krieg und Flucht in Oschatz
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00:18 27.02.2017
Die Erzieherinnen Birgit Meinel und Bettina Wolf im Gespräch mit Claudia Maicher und Monika Lazar (von links) über Zeichnungen geflüchteter Kinder. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Bilder sagen mehr als Worte – diese Floskel wird plötzlich sehr greifbar, wenn geflüchtete Kinder in Schulen und Kindereinrichtungen zu Stift und Papier greifen dürfen. Die Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen asylsuchender Familien in Oschatz bebildert seit dieser Woche eine Ausstellung im Parteibüro der Grünen in der Lichtstraße.

Zur Eröffnung kamen die Landtagsabgeordnete Dr. Claudia Maicher, zugleich kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion und die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar mit Erzieherinnen der größten kommunalen Kindertagesstätte in Oschatz, dem „Spatzennest“ im Fröbelweg, ins Gespräch. Die Leiterin Birgit Meinel und Stellvertreterin Bettina Wolf berichteten den Abgeordneten über ihre Begegnungen mit geflohenen Kindern und deren Eltern. „Darüber, was die Familien in ihrer Heimat oder auf dem Weg hierher Schreckliches oder auch Schönes erlebt haben, wird im Alltagstrubel kaum bis gar nicht gesprochen. Da steht oftmals schon die Sprachbarriere im Weg“, schildert Birgit Meinel.

Und eben diese Barriere ist es, die beim Zeichnen nicht vorhanden ist. „Hier“, so Bettina Wolf, „haben die Kinder uneingeschränkt die Möglichkeit, das was sie bewegt aufzuarbeiten – und auch uns damit zu zeigen, was sie beschäftigt“. Claudia Maicher hofft, dass auch möglichst viele Familien der Region den Weg in die Ausstellung finden. „Hier kann man dann ganz unvoreingenommen vergleichen zwischen dem, was die eigenen Kinder umtreibt und dem, was geflüchtete Gleichaltrige von sich preis geben.“

Neben den kleinen Kunstwerken der Spatzennest-Kinder aus verschiedenen Nationen sind außerdem Bilder der minderjährigen Flüchtlinge einer DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) an der Grundschule „Collmblick“ zu sehen. Diese sind zum Teil mit Worten versehen, welche für die Ausstellung übersetzt worden sind.

Von Christian Kunze

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