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Oschatz Kirchenforscher tagen ab heute in Oschatz
Region Oschatz Kirchenforscher tagen ab heute in Oschatz
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00:37 30.05.2015
Kirchenforscher treffen sich ab heute in der Klosterkirche. Dabei wird auch der nichtöffentliche Teil - hier bei einer früheren Veranstaltung - besichtigt. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Von Hagen Rösner

"Die Tagung findet jährlich an einem anderen geschichtsträchtigen Ort statt. Für dieses Jahr hat sich die Arbeitsgemeinschaft für sächsische Kirchengesichte die Stadt Oschatz ausgesucht", informiert Ute Richly von der Oschatzer Kirchgemeindeverwaltung.

Mit zahlreichen Vortragsveranstaltungen, einem gemeinsamen Stadtrundgang sowie einer Exkursion in die Collm-Region wollen die Geschichtsexperten die kirchliche Vergangenheit erkunden. Die Vorträge werden in der Oschatzer Klosterkirche gehalten. "Wenn jemand aus Oschatz oder der Umgebung Lust hat, sich die Fachvorträge anzuhören, ist er ein gern gesehener Gast", lädt Ute Richly ein. Schon der Eröffnungsvortrag heute ab 19.30 Uhr dürfte einiges Interesse hervorrufen. Dr. Doreen Zerbe aus Leipzig wird über Lucas Cranach den Jüngeren sprechen. Damit liegt Zerbe im Trend der Zeit, denn passend zum 500. Jahrestag der Reformation wird auch die Reformationsmalerdynastie Cranach wieder stärker beleuchtet.

Am Freitagmorgen gegen 9.20 Uhr gibt es eine fachkundige Kirchenführung mit Dr. Frank Schmidt aus Dresden. Ebenfalls ein reformatorisches Thema greift Prof. Dr. Armin Kohnle aus Leipzig ab 10.30 Uhr in einem Vortrag in der Klosterkirche auf. Dort spricht er über Jan Hus, der als Ketzer und Märtyrer als einer der Vorläufer Martins Luthers gilt. Kirchenforscher Dr. Stefan Michel aus Gera handelt ein Thema ab, welches derzeit in der Öffentlichkeit nicht so präsent ist. Unter dem Thema "Die umkämpfte Lutherbibel" referiert er über die Durchsetzung der Textfassung der von Luther übersetzen Bibel von 1545 und der Verbreitung in Kursachsen am Ende des 16. Jahrhunderts. 17 Uhr spricht Prof. Dr. Ludwig Stockinger aus Leipzig über ein Thema, welches in diesem Jahr aber auch ein Jubiläum hat: Es geht um Sachsen und den Wiener Kongress. Der Wiener Kongress fand vor 200 Jahren statt, zog beispielsweise den geografischen Trennungsstrich zwischen Preußen und Sachsen. Die Grenzlinie verlief unter anderem zwischen Sitzenroda und Schmannewitz.

Lokalmatador ist der Ortskurator der Stiftung Denkmalschutz in Oschatz Gert Jubisch. Er wird ab 19.30 Uhr die Gäste in die Oschatzer Stadt- und Baugeschichte einweihen. Dieser Vortrag ist auch für Oschatzer Besucher öffentlich. Am Folgetag gibt es eine Exkursion in die Kirchen der Region. © Kommentar

Rösner, Hagen

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