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Oschatz Kirchgemeinde will Rüstzeitheim Wermsdorf weiter nutzen
Region Oschatz Kirchgemeinde will Rüstzeitheim Wermsdorf weiter nutzen
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06:00 09.02.2018
Das ehemalige Rüstzeitheim in Wermsdorf wird weiter genutzt und kann auch gemietet werden. Quelle: Jana Brechlin
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Wermsdorf

Es geht weiter im einstigen Rüstzeitheim Wermsdorf: Nachdem der Kirchenbezirk den Betrieb als christliches Freizeitheim zum Jahresende eingestellt und das Gebäude an die Kirchgemeinde zurückgegeben hatte, bemüht man sich vor Ort um eine künftige Nutzung. Die Kirchgemeinde will das Haus für eigene Gruppen öffnen und auch zur Vermietung zur Verfügung stellen, informierte Pfarrer Rico Riese.

Haus soll nicht leer stehen

„Das ist gerade im Entstehen“, sagte er, „wir können es nicht leisten, dass Haus wie ein Rüstzeitheim anzubieten, aber natürlich soll das Gebäude nicht einfach leer stehen.“ Angedacht sei, dass sich im Aufenthaltsraum regelmäßig die Musikgruppen der evangelischen Kirchgemeinde zu ihren Proben treffen, nannte er ein Beispiel. Darüber hinaus sei durchaus vorstellbar, dass am Wochenende oder in den Ferien auch Gruppen zu Gast sind – Schlaf-, Sanitär- und Aufenthaltsräume sowie eine Küche sind immerhin vorhanden.

Vermietung an Selbstversorger

Um die Versorgung müssen sich die jeweiligen Mieter dann in Eigenregie kümmern. „Das Haus war immer schon ein Selbstversorgerhaus, bietet dafür aber gute Bedingungen mit einer voll ausgestatteten Küche“, beschreibt der Pfarrer. Auch wenn es private Interessenten gebe, die das Gebäude in Nachbarschaft zu Kirche und Pfarramt tageweise nutzen wollen, werde man sich dem nicht verschließen. „Wer Platz für eine Familienfeier braucht, findet den hier und hat den Vorteil, dass er seine Gäste auch gleich noch für eine Nacht unterbringen kann“, so Riese weiter. Interessenten dafür sollten sich an das Pfarramt in Wermsdorf wenden.

Kirchliche Gruppen als Stammgäste

Das Haus in der Clara-Zetkin-Straße hatte eine lange Tradition als Rüstzeitheim. Ab Dezember 2015 hatte dann der Landkreis Nordsachsen das Gebäude gemietet, um hier minderjährige Flüchtlinge unterzubringen. Nach deren Auszug im März 2017 wurde das Domizil bis Jahresende wieder mit seiner ursprünglichen Bestimmung genutzt: Als Treffpunkt für kirchliche Gruppen und weitere Interessenten, die zum Teil seit Jahren dafür nach Wermsdorf kamen.

Von Jana Brechlin

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