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Oschatz Kirchgemeinden der Region inszenieren gemeinsam „Verschleppt nach Babylon“
Region Oschatz Kirchgemeinden der Region inszenieren gemeinsam „Verschleppt nach Babylon“
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16:25 12.10.2017
Leonie und Mathilde (vorn von links) bauen mit Karen Sehn, Franz Fritzsche, Lara und David (hinten von links) einen lebensgroßen Löwen für die Musicalkulisse. Quelle: Foto: Christian Kunze
Region Oschatz

Dickes Fell für Kartonlöwen: Leonie (6) und Mathilde kleistern den Rücken des künstlichen Tieres mit Tapetenresten und Zeitungsschnipseln zu. „Pass auf, dass nicht der ganze Leim auf deinen Fingern bleibt“, sagt Leonie aus Cavertitz zu ihrer besten Freundin. Mathilde wusste gleich, dass sie in dieser Gruppe mitmachen möchte. „Ich bastle gerne, genau wie mein Papa, der ist Handwerker. Und beim Singen komme ich immer durcheinander“, sagt die siebenjährige Oschatzerin. Als Vorbild für den künstlichen Löwen in Lebensgröße dient übrigens eine Spielzugfigur.

Im Werkraum der freien evangelischen Grundschule Apfelbaum in Schweta bauen die Mädchen unter an Leitung von Gemeindepädagogin Karen Sehn die Kulissen für „Verschleppt nach Babylon“, das diesjährige Kindermusical der Kirchgemeinden in und um Oschatz und Schülern eben dieser Grundschule. Dass Proben und Vorbereitungen in den Schweta stattfinden, ist eine Premiere. „Bisher haben wir das immer weiter im Rahmen einer Rüstzeit gemacht und in der Klosterkirche aufgeführt. Dieses mal ist es für uns logistisch einfacher und auch die Schule hat einen Nutzen daraus – denn nahezu alle Kinder beteiligen sich an den Vorbereitungen im Rahmen des Ferienprogramms“, sagt Katja Dorschel. Neben ihr wirken Matthias Dorschel, Karen Sehn, Heidrun Schneider, Silvana Elbel-Ochocki, Ulrike Heinze, Sigrid Schiel, Anne Körner, Cordula Schilke und das Team der Apfelbaumschule mit.

Gemeinsam mit über 40 Kindern inszenieren sie die Geschichte Daniels aus dem Alten Testament: Er und seine Freunde werden nach Babylon verschleppt. Sie sollen dort dem gefürchteten König Nebukadnezzar dienen und geraten in ein gefährliches Abenteuer – Parallelen zum Leben der Akteure, die sich beispielsweise nach einem Schulwechsel oder in einen neuen Klasse zurecht finden müssen, sind da durchaus beabsichtigt.

Neben den zwölf Songs, die die Vorlage bietet, liefert sie ansonsten viel Raum zur Gestaltung. „Wir können hier ganz flexibel sein, da haben Kulissenbauer, Theaterspieler und Chorsänger viele Möglichkeiten“, betont Dorschel. Für Karen Sehn und ihre Kulissenbauer heißt das konkret: „Weniger ist mehr“ – denn auf der Bühne in der Oschatzer Stadthalle dominieren am Sonntag drei Dinge: Die Löwen, die für die Episode in der entsprechenden Grube geschaffen wurden, eine drei Meter hohe Königsstatue und eine neun Meter breite Silhouette Babylons – dieser widmen sich die älteren Schülerinnen im Nebenzimmer der Werkstatt. „Verschleppt nach Babylon“: Sonntag, 15, Oktober, ab 17 Uhr im Thomas-Müntzer-Haus. Eintritt frei, Kollekte erbeten.

Von Christian Kunze

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